Heimatfolklore

Fatih Akin huldigt in «Soul Kitchen» dem Problemstadtteil Hamburg-Wilhelmsburg

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Das neoliberale Unternehmen Hamburg hat ein Imageproblem. Gerade glaubte sich Hamburg noch weitgehend ungestört bei der Realisierung von Elbphilharmonie-Großvisionen und überhaupt ganz vorn in Sachen Stadtentwicklungstraum, da kommt seitens der zwangsmitentwickelten Stadtbevölkerung tatsächlich Protest «in die Gänge» und behauptet sein «Recht auf Stadt».

Seit Sommer widersetzt man sich in Hamburg investorenbedingten Aufräumarbeiten in der Künstlerkolonie «Gängeviertel», schließen sich politische wie unpolitische Kräfte zusammen und veröffentlichen ausgerechnet künstlerische Exportschlager wie Rocko Schamoni, Melissa Logan oder Peter Lohmeyer ein «Not in our name, Marke Hamburg!»-Manifest, indem sie der Stadt als globa­lisiertem Creative-Industrie-Komplex ihre lokale Kreativ-Kooperation aufkündigen. 
 

Rettendes Großbürgererbe

Die soziale wie künstlerische Aufregung steht also unter dem Stern von Gentrifizierungs- und Globalisierungskritik, und dazu passend und gut platziert zum Familienevent Weihnachten kehrt die Hamburg-Hommage «Soul Kitchen» von Fatih Akin ein ins deutsche Kino. Mit der Ansage «dirty Heimatfilm» nimmt Akin darin «den Kampf für die Heimat als Ort, den es in einer ...

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Theater heute Januar 2010
Rubrik: Kino, Seite 60
von Anja Quickert

Vergriffen
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