Der Hass blüht prächtig
Wer sich selbst schon einmal in Erwartung eines nahenden Regionalexpress-Zugs (so heißt die mit Abstand langsamste Beförderungstechnik der Bundesbahn) durch sämtliche Menus eines DB-Fahrautomaten geklickt hat, nur um kurz vor dem ersehnten Fahrschein mit einem scheinheiligen Systemabbruch belohnt zu werden («Der Vorgang wurde auf ihren Wunsch abgebrochen»), der wird jeden verstehen, der seine dünne Zivilisationsschale umgehend abwirft und mit archaischen Tritten unter lautstarken Zornausbrüchen auf das dummgraue Mistding eintritt.
Vor allem, wenn er vorher unter Aufbietung aller nicht unerheblichen Charmereserven an einen leeren 1.-Klasse-Schalter getreten war – während die 2.-Klasse-Abfertigung von einer Halbstundenwarteschlange blockiert war –, um von der perfekt manikürten, gnadenlos unterbeschäftigten Bahndame dermaßen arrogant abgefertigt zu werden, dass man sich selbst als durchaus zahlungswilliger Kunde so fühlt, als wäre man mit dem Schlauchboot illegal übers Mittelmeer eingereist.
So ähnlich beginnt Oliver Klucks «Zum Parteitag Bananen» (der vollständige Stückabdruck liegt diesem Heft bei): Auf den ersten Blick ein verwirrendes, auf den zweiten und dritten Blick immer ...
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