Hamburg: Abenteuer Wissen

Deutsches Schauspielhaus, Malersaal: Rimini Protokoll (Helgard Haug/Daniel Wetzel) «Brain Projects» (U)

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Woher wissen wir, dass eins plus eins zwei ergibt? Woher wissen wir, dass eins plus eins gleich drei falsch ist? Oder ein Witz? Felix Hasler lächelt sardonisch. «Wie versteht mein Gehirn, dass ein Witz ein Witz ist?»

Ein Witz ist eine narrative Form, das wäre also ein Anknüpfungspunkt fürs Theater angesichts der Tatsache, dass sich Naturwissenschaft oft schwer auf der Bühne tut.

Abstraktionen, Experi­mente und Modelle sind nicht primär theatral, und die Präsentation naturwissenschaftlicher Erkenntnisse hat zwar performativen Charakter, bietet allerdings über Lecture und Powerpoint-Präsentation hinaus wenig ästhetische Qualität. Wenn man also jemandem zutraut, hier einen Mehrwert zu generieren, dann Rimini Protokoll: Deren frühe Stücke waren annähernd akademische Recherchen voller Fußnoten und Begeisterung über Wissensgewinn. «Wallenstein» (2005) oder «dead­line» (2003), wo die mittlerweile sprichwört­li­chen «Experten des Alltags» auf die Bühne kamen: ein Lokalpolitiker, der vom Haifischbecken Stadtparlament erzählte, ein Totengräber, der über die Endlichkeit des Seins sinnierte.

In «Brain Projects» haben Helgard Haug und Daniel Wetzel, zwei Drittel der festen ...

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Theater heute November 2016
Rubrik: Chronik, Seite 55
von Falk Schreiber

Vergriffen
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