Haben wir eine Wahl?
Einige Jahre nach dem Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 schrieb Haruki Murakami eine Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel «After The Quake» («Nach dem Beben»). Das Buch enthält sechs Erzählungen, deren Protagonist:innen interessanterweise das Erdbeben nicht direkt erlebt haben, sich aber nach dem Beben ihren Traumata stellen mussten.
Ich wurde oft gefragt (sowohl in Hongkong als auch in Deutschland), welcher Schriftsteller mich am meisten beeinflusst, und meine Antwort lautet: Haruki Murakami.
Wenn ich noch ein paar andere nennen darf, stünden noch Garcia Gabriel Marquez, Samuel Beckett, Italo Calvino und Issac Asimov auf der Liste … nach Murakami. Von allen seinen Büchern ist «Nach dem Beben» mein Lieblingsbuch. Ich habe es vor zwanzig Jahren zum ersten Mal gelesen, einige Geschichten sind mir bis heute lebhaft im Gedächtnis geblieben.
Murakamis Entscheidungen
«Landschaft mit Bügeleisen» ist eine einfache, ergreifende und doch erschreckende Geschichte. Junko, ein junges Mädchen, ist von zuhause abgehauen, weit weg in eine Stadt am Meer. Zuvor lebte sie mit ihrem Freund zusammen, der ziemlich rücksichtslos war und mit dem sie wenig gemein hatte. Junko begegnet einem ...
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Theater heute August/September 2022
Rubrik: Lektüresommer, Seite 46
von Pat To Yan
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
5.8. Setaire, Ein Herz aus Schokolade
R. Anja Junski
16.9. Hübner und Nemitz, Die Wahrheiten
R. Volker Schmalöer
AACHEN, THEATER
16.9. Stockmann, Das Imperium des Schönen
R. Moritz Peters
22.9. nach Louis, Die Freiheit einer Frau
R. Tommy Wiesner
24.9. Syha nach Steinbeck, Jenseits von Eden
R. Martin Schulze
ALTENBURG/GERA, TPT
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Doch schon wieder 20 Jahre her, dass US-Rapperin Khia die Community ermächtigte, ihr die Pussy und ähnlich provokante Partien ihres Körpers zu lecken, und zwar gut. Andererseits: Eine geschlechtlich – grob geschätzt – zumindest dreideutige Hindu-Göttin wie Kali streckt dem Patriarchat ja auch seit Jahrtausenden die Zunge raus. Will sagen: Time Gaps hin oder her,...
Man könnte es sich leicht machen und sagen: Theaterfilme gibt es doch eigentlich nicht. Denn entweder ist etwas live gespielt vor Publikum (egal ob physisch kopräsent oder über digitale Kanäle vermittelt), dann ist es theatral.
Oder es ist von Kameras eingefangen, konserviert und beliebig oft ausspielbar, dann ist es, nun ja, ein Film.
«Theaterfilme sind noch kein...
