Haben wir eine Wahl?
Einige Jahre nach dem Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 schrieb Haruki Murakami eine Sammlung von Kurzgeschichten mit dem Titel «After The Quake» («Nach dem Beben»). Das Buch enthält sechs Erzählungen, deren Protagonist:innen interessanterweise das Erdbeben nicht direkt erlebt haben, sich aber nach dem Beben ihren Traumata stellen mussten.
Ich wurde oft gefragt (sowohl in Hongkong als auch in Deutschland), welcher Schriftsteller mich am meisten beeinflusst, und meine Antwort lautet: Haruki Murakami.
Wenn ich noch ein paar andere nennen darf, stünden noch Garcia Gabriel Marquez, Samuel Beckett, Italo Calvino und Issac Asimov auf der Liste … nach Murakami. Von allen seinen Büchern ist «Nach dem Beben» mein Lieblingsbuch. Ich habe es vor zwanzig Jahren zum ersten Mal gelesen, einige Geschichten sind mir bis heute lebhaft im Gedächtnis geblieben.
Murakamis Entscheidungen
«Landschaft mit Bügeleisen» ist eine einfache, ergreifende und doch erschreckende Geschichte. Junko, ein junges Mädchen, ist von zuhause abgehauen, weit weg in eine Stadt am Meer. Zuvor lebte sie mit ihrem Freund zusammen, der ziemlich rücksichtslos war und mit dem sie wenig gemein hatte. Junko begegnet einem ...
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Theater heute August/September 2022
Rubrik: Lektüresommer, Seite 46
von Pat To Yan
Leute wie ich bleiben ein Leben lang in der Pubertät, weil sie immer für oder gegen den großen Papa sind. Und das ist, was der große Papa will», sagt Robert, Alter Ego des Autors und einer der Protagonisten aus Thomas Braschs 1977 veröffentlichtem Prosa-Band «Vor den Vätern sterben die Söhne». Da hatte der 1945 geborene Autor gerade seinen großen Papa verlassen,...
TV-Hinweise und Streaming für August/September
6.8./SAMSTAG 19.20, 3sat: Ich rechne, also bin ich
Die Dokumentation von Volker Strübing untersucht jene Bereiche, die wir bereitwillig einer KI überlassen, und solche, in denen uns ihr Einsatz befremdlich vorkommt. Von Robotern, die in der Pflege eingesetzt werden, bis zu dichtenden KIs, die Theatertexte schreiben.
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Man könnte es sich leicht machen und sagen: Theaterfilme gibt es doch eigentlich nicht. Denn entweder ist etwas live gespielt vor Publikum (egal ob physisch kopräsent oder über digitale Kanäle vermittelt), dann ist es theatral.
Oder es ist von Kameras eingefangen, konserviert und beliebig oft ausspielbar, dann ist es, nun ja, ein Film.
«Theaterfilme sind noch kein...
