Gute Geschäfte, schlechte Geschäfte
Man mag von Donald J. Trump halten, was man will: Er hat nie ein Geheimnis aus sich und seinen Absichten gemacht. Schon in «The Art of the Deal», seinem Bestseller von 1987, legt er seine Karten offen auf den Tisch. Die Kernbotschaften gehen auf den legendären Roy Cohn zurück, einen rücksichtlosen Prominentenanwalt in New York und langjährigen Mitarbeiter von Joe Mc -Carthy, der dem jüngeren Trump drei goldene Regeln auf den erstaunlich geradlinigen Weg mitgegeben hat. 1) Angreifen, angreifen, angreifen. Immer härter zurückschlagen.
2) Nichts zugeben, alles leugnen, sich nie entschuldigen. 3) Den Sieg behaupten, auch wenn man verloren hat.
Die Sache klappt, bis sie nicht mehr klappt. Cohn selbst hat seine Dreier-Regel bis zum bitteren Ende durchgehalten. Er hat bis zum Tod geleugnet, krank oder gar schwul zu sein, hat alle angegriffen, die das behauptet haben, und ist 1986 an AIDS gestorben. Tony Kushner hat ihm in «Angels in America» ein düsteres Denkmal gesetzt.
«The Art of the Deal» im Schauspielhaus Bochum verläuft nicht ganz so geradlinig. Das Stück – Text und Regie von Walter Bart – handelt vom Versuch des Schauspiels Bochum, Trumps Bestseller zu inszenieren.
Und wie in ...
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Theater heute August-September 2026
Rubrik: Aufführungen, Seite 8
von Franz Wille
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Dieses Jahr darf ich beim Schweizer Dramenprozessor junge Autor:innen beim Erarbeiten ihrer Stücke begleiten. Es geht viel um dramaturgische Fragen, auch um solche des Schreibprozesses: Wann ist der Moment für Improvisation, wann für Struktur? Und wie komme ich überhaupt zu den Harmonien und Tonleitern, damit ich bei jeder Schreib-Jam-Session mit dem Stück...
Man hört, bevor man sieht, schnelle Schritte, keuchenden Atem, Hundegebell und ein Platschen wie von einem Sprung ins Wasser. Auf einen Gazevorhang projiziert, schwappen nächtliche Wellen, dann ist da plötzlich ein Gesicht, Angst in aufgerissenen Augen: ein Mensch auf der Flucht, der gerettet wird – und sich am Ende resigniert die Kugel geben wird.
Maria Lazars...
