Glücksfall und Rückendeckung

Wie viel Kopfzerbrechen hat die Quotierung der Theatertreffenauswahl der Jury bereitet? Ein Gespräch mit den scheidenden Jurorinnen Margarete Affenzeller und Shirin Sojitrawalla

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Eva Behrendt Herzlichen Glückwunsch zur Auswahl – und dazu, dass die Quote mit sechs Inszenierungen von Regisseurinnen sogar über­erfüllt wurde. Wie ist das gelungen?

Margarete Affenzeller Eigentlich war’s ganz leicht. Es war in letzter Zeit kaum noch die Rede von der Quote, auch nicht in der Schlussdiskus­sion. Wir waren uns schon im Mai, als Yvonne Büdenhölzer die Entscheidung bekannt gegeben hat, recht sicher, dass es eine Spielzeit mit vielen interessanten Arbeiten von Regisseurinnen werden würde.

 

Shirin Sojitrawalla Also ich war mir da nicht so sicher. Ich habe unsere Entscheidung als Experiment begriffen, das auch scheitern kann. Aber dann kam eine solche Schwemme toller Inszenierungen von Frauen. Dafür, dass das nächstes Jahr auch wieder so ist, würde ich meine Hand allerdings nicht ins Feuer legen. 

EB Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Quote wirken kann: einmal auf die Jury, die ja auch in den Jahren davor schon versucht hat, die Quote der eigenen Auswahl zu steigern. Oder die Quote macht etwas mit den Theatern – indem sie anders programmieren, mehr Frauen fördern, auf den großen Bühnen inszenieren lassen. 

Affenzeller Ich glaube nicht, dass die Produktionslage ...

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Theater heute Mai 2020
Rubrik: Theatertreffen Berlin, Seite 20
von Eva Behrendt

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