Geteilte Welten

Das internationale Münchner Spielart-Festival spiegelt in seiner 15. Ausgabe mehr denn je den Ausnahmezustand der Welt

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Ein bisschen sieht es aus, als wäre ein Ufo mitten in der Stadt gelandet oder zumindest eine außerirdische Hüpfburg, die auch noch entfernte Ähnlichkeit mit dem Guggenheim-Museum in New York hat. Der aufblasbare Safe Space, den das Wiener Performance-Kollektiv God’s Entertainment anlässlich der 15. Ausgabe des Münchner Spielart-Festivals mitten auf den Max-Joseph-Platz vor Oper und Residenztheater aufgeschlagen hat, ist ein einladendes Irritationsmoment.

In Inneren des «GGGNHM» kann man im Rahmen des Projekts «Deutschkurs – Goethe in 15 Tagen» an Begegnungen und Veranstaltungen zu Migration und Asylpolitik teilnehmen, ein paar Kreuzstiche auf der überdimensionierten «weißen Weste» sticken, die so riesig ist, dass sie nie fertig werden wird, oder im klassisch gelb-schwarzen «Dulden» blättern: ein Wörterbuch ganz anderer Art, das keine Rechtschreibregeln aufstellt, sondern (Rechts-)Sprache als Mittel der Macht analysiert und infrage stellt und dabei noch viele individuelle Geschichten von Flucht und den Hürden des Ankommens im deutschen Behördendschungel erzählt. Gesammelt haben sie die Artivisten von God’s Entertainment vor Ort bei einer Schreibwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem ...

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Theater heute Januar 2024
Rubrik: Festival, Seite 50
von Silvia Stammen

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