Friedenspfeife in Sicht

Mit dem Amtsantritt von Barbara Mundel glätten sich in Freiburg die kulturpolitischen Wogen, und das Theater macht auch richtig Spaß

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Freiburg ist wieder wer. Zumindest in der deutschen Theaterlandschaft. Nach dem Neustart mit Amélie Niermeyer, deren Kreativität und Kraft zuletzt immer unübersehbarer in einem überhitzten Haushaltsstreit mit der Stadtverwaltung verschlissen wurden, hat Intendantin Barbara Mundel in ihrer ersten Spielzeit den Spagat zwischen Kunst und Politik gemeistert: Ihr Haus produziert bemerkenswert oft Spitzenqualität, und der Kampf um die Subventionen tobt nicht mehr, er schwelt nur noch.

Die diplomatischen Beziehungen zum Rathaus leben wieder auf, im Laufe des Frühjahrs wurde Dieter Salomon gleich zweimal im Publikum gesichtet, einmal in der Oper, einmal im Schauspiel – was bei der stadtbekannten Abneigung des grünen Oberbürgermeisters gegen das Theater viel bedeuten will. Genauso gut hätten Salomon und Mundel öffentlich die Friedenspfeife schmauchen können.

So kommt es, dass die Intendantin heute sagt: «Wir stehen auf der Kippe hin zu einem positiven Verhältnis.» Berufene Münder kolportieren, dass diese Wende mit den vielfältigen Projekten zu tun hat, mit denen das Theater an neue Publikumsschichten andockt. Im Audimax der Universität schickte Uli Jäckle das Publikum auf einen «Ausflug in ...

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Theater heute August/September 2007
Rubrik: Bilanzen, Seite 54
von Stephan Reuter

Vergriffen
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