Frauen am Rand der Übersinnlichkeit
Auch, wenn es der Titel erst mal nicht vermuten lässt: In «Das Licht», Tom Tykwers Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale, lauert de facto die Apokalypse – und zwar direkt vor der Büro-Tür: Kein Tag, an dem Lars Eidinger als High Performer einer Werbeagentur, der seine Kampagnen gern mit den Abendbrottisch-O-Tönen seiner Fridays-for-Future-Tochter grünwäscht, für seinen Arbeitsweg nicht ins Regencape schlüpfen müsste – wobei «Regen» eben gar kein Ausdruck ist für den Sintflut-Appeal, der da auf seiner täglichen Radtour vom Panorama-Office zum Hochpreis-Home auf i
hn einprasselt. Dort angekommen, schlüpft er dann gleich an der Eingangstür nicht nur aus dem malerisch triefenden Cape wieder heraus, sondern entledigt sich bei dieser Gelegenheit auch sämtlicher anderer Klamotten – was den Filmkritiker der «Berliner Zeitung» zu der aparten Headline veranlasste: «Skandal bei Berlinale-Eröffnungsfilm: Lars Eidingers Glied sieht man erst nach 20 Minuten!»
Die Erkenntnis Nummer eins aus den 75. Internationalen Filmfestspielen – der ersten Ausgabe der US-amerikanischen Autorin, Dozentin, Journalistin und Programmmanagerin Tricia Tuttle, die zuvor das London Film Festival geleitet hatte – ...
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Theater heute April 2025
Rubrik: Berlinale, Seite 36
von Christine Wahl
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Dorothea Marcus Was bedeutet das Thema Schwarze Männlichkeit für Sie? Gerade als Feministin? Warum haben Sie das Thema an den Anfang Ihrer Podcastreihe gestellt?
Natasha A. Kelly Weil es ein Thema der Zeit ist und auch in unserer Community ein wichtiges Thema. Schwarze Frauen, wie etwa May Ayim und Katharina Oguntoye, haben innerhalb der Frauenbewegung der 1980er...
Es ist das Ende, auf das man hier hinfiebert. Schiller hatte für «Die Verschwörung des Fiesco zu Genua» gleich drei in petto: In dem einen wird der Volkstribun und Verschwörer zum Republikaner, in den beiden anderen bringen die Republikaner den Möchtegern-Fürsten um die Ecke, entweder ertränkt vom Gewicht des Hermelin oder schnöde durch den Dolch. Oh Brutus....
