«Wir sind ein Knotenpunkt»
Dorothea Marcus Was bedeutet das Thema Schwarze Männlichkeit für Sie? Gerade als Feministin? Warum haben Sie das Thema an den Anfang Ihrer Podcastreihe gestellt?
Natasha A. Kelly Weil es ein Thema der Zeit ist und auch in unserer Community ein wichtiges Thema. Schwarze Frauen, wie etwa May Ayim und Katharina Oguntoye, haben innerhalb der Frauenbewegung der 1980er Jahre die Schwarze deutsche Community gestartet und damit politisch viel erreicht. Schwarze Frauen hatten in der Community daher immer ein gewisses Standing.
Doch es schwächt uns, nicht alle Mitglieder mitzunehmen, etwa unsere Brüder, Schwarze Männer. Oder auch non-binäre oder trans Personen. Es war mir ein Anliegen auszudrücken: Man kann Schwarze, feministische Geschichte 400 Jahre lang zurückver -folgen, wie ich das in meinem Buch «Schwarz. Deutsch. Weiblich» (Piper Verlag, 2023) gemacht habe, doch es ist wichtig, auch die Männer mitzu -nehmen: Wo sind unsere Gemeinsamkeiten, wo sind unsere Unterschiede, und wie zieht sich der strukturelle Rassismus durch die Community? Wie spaltet er uns, und wie können wir das dekonstruieren?
DM Während der Veranstaltung wurde über den Schmerz gesprochen, den abwesende Männer in der ...
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Theater heute April 2025
Rubrik: Akteure, Seite 32
von Dorothea Marcus
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