«Wir sind ein Knotenpunkt»
Dorothea Marcus Was bedeutet das Thema Schwarze Männlichkeit für Sie? Gerade als Feministin? Warum haben Sie das Thema an den Anfang Ihrer Podcastreihe gestellt?
Natasha A. Kelly Weil es ein Thema der Zeit ist und auch in unserer Community ein wichtiges Thema. Schwarze Frauen, wie etwa May Ayim und Katharina Oguntoye, haben innerhalb der Frauenbewegung der 1980er Jahre die Schwarze deutsche Community gestartet und damit politisch viel erreicht. Schwarze Frauen hatten in der Community daher immer ein gewisses Standing.
Doch es schwächt uns, nicht alle Mitglieder mitzunehmen, etwa unsere Brüder, Schwarze Männer. Oder auch non-binäre oder trans Personen. Es war mir ein Anliegen auszudrücken: Man kann Schwarze, feministische Geschichte 400 Jahre lang zurückver -folgen, wie ich das in meinem Buch «Schwarz. Deutsch. Weiblich» (Piper Verlag, 2023) gemacht habe, doch es ist wichtig, auch die Männer mitzu -nehmen: Wo sind unsere Gemeinsamkeiten, wo sind unsere Unterschiede, und wie zieht sich der strukturelle Rassismus durch die Community? Wie spaltet er uns, und wie können wir das dekonstruieren?
DM Während der Veranstaltung wurde über den Schmerz gesprochen, den abwesende Männer in der ...
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Theater heute April 2025
Rubrik: Akteure, Seite 32
von Dorothea Marcus
Figuren
Hassan der Bruder
Shirin die Schwester
Omar, Murat, Freddie die Freunde
WIEN – HEUTE – ZWEITAUSENDUNDDREIUNDZWANZIG
SZENE 1!
DIE ERSTE NACHRICHT!
Ein dunkler Raum.
Irgendwo in Wien.
Klänge nahöstlicher Saiteninstrumente im Hintergrund.
Ein einziger Lichtkegel scheint
von der Decke auf
HASSAN
der denkt
und verarbeitet
der seziert
und sich therapiert
und
...
Die Wirklichkeit nicht in Ruhe lassen», so lautete das anfängliche Motto der Münchner Kammerspiele unter der Intendantin Barbara Mundel (die auch die Geschichte ihres Hauses und die Schick -sale der vielen von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Mitarbeiter nicht ruhen lässt). Inzwischen jedoch überwiegt das Gefühl, dass die Wirklichkeit uns nicht in...
Englisch» – wenn er über Stücke und Aufführungen sprach, kannte Jürgen Bosse kein höheres Prädikat. Und meinte damit schnörkelloses Schauspielertheater, direkte Töne, klaren Gegenwartsbezug. Sein unprätentiöses Ideal verfolgte er als langjähriger Schauspieldirektor und Intendant in Mannheim, Stuttgart, Essen, der auch an der Wiener Burg und am Schauspielhaus Zürich...
