«Wir sind ein Knotenpunkt»
Dorothea Marcus Was bedeutet das Thema Schwarze Männlichkeit für Sie? Gerade als Feministin? Warum haben Sie das Thema an den Anfang Ihrer Podcastreihe gestellt?
Natasha A. Kelly Weil es ein Thema der Zeit ist und auch in unserer Community ein wichtiges Thema. Schwarze Frauen, wie etwa May Ayim und Katharina Oguntoye, haben innerhalb der Frauenbewegung der 1980er Jahre die Schwarze deutsche Community gestartet und damit politisch viel erreicht. Schwarze Frauen hatten in der Community daher immer ein gewisses Standing.
Doch es schwächt uns, nicht alle Mitglieder mitzunehmen, etwa unsere Brüder, Schwarze Männer. Oder auch non-binäre oder trans Personen. Es war mir ein Anliegen auszudrücken: Man kann Schwarze, feministische Geschichte 400 Jahre lang zurückver -folgen, wie ich das in meinem Buch «Schwarz. Deutsch. Weiblich» (Piper Verlag, 2023) gemacht habe, doch es ist wichtig, auch die Männer mitzu -nehmen: Wo sind unsere Gemeinsamkeiten, wo sind unsere Unterschiede, und wie zieht sich der strukturelle Rassismus durch die Community? Wie spaltet er uns, und wie können wir das dekonstruieren?
DM Während der Veranstaltung wurde über den Schmerz gesprochen, den abwesende Männer in der ...
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Theater heute April 2025
Rubrik: Akteure, Seite 32
von Dorothea Marcus
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Mehr Steuern, weniger Ausgaben. Frankreich geht es nicht anders als anderen Ländern, es muss gespart werden. Mit Ach und Krach und viel zu spät hat Premier François Bayrou seinen Staatshaushalt durchgedrückt, der 50 Milliarden Euro einbringen soll, 20 Milliarden über zusätzliche Steuern, 30 Milliarden durch Kürzungen in den Ministerien. Für die Kultur bedeutet das...
Es ist das Ende, auf das man hier hinfiebert. Schiller hatte für «Die Verschwörung des Fiesco zu Genua» gleich drei in petto: In dem einen wird der Volkstribun und Verschwörer zum Republikaner, in den beiden anderen bringen die Republikaner den Möchtegern-Fürsten um die Ecke, entweder ertränkt vom Gewicht des Hermelin oder schnöde durch den Dolch. Oh Brutus....
