Es ist alles super crazy geworden

An der Berliner Volksbühne erzählt die österreichische Filmregisseurin Kurdwin Ayub mit «Weiße Witwe» ein wütendes Märchen aus tausendundeiner Nacht, Dusan David Parizek inszeniert am Berliner Ensemble Brechts «Heilige Johanna der Schlachthöfe»

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Eins haben die beiden Frauen gemeinsam: Prinzessin Cezaria und Heilsarmistin Johanna Dark werden in ihrem Kampf gegen Gewalt und Rechtlosigkeit missbraucht und bezahlen dafür mit dem Leben. Cezaria, die gegen die rassistische Mordlust ihrer Mutter rebelliert, bemerkt zu spät, dass sie damit weißen Männern wieder zur Macht verhilft, die sie zum Dank enthaupten. Und Brechts Heilsarmistin Johanna sabotiert in Chicagos Schlachthöfen ungeschickt einen Generalstreik der Kommunisten und hilft so der Fleisch-Monopolistin Mauler, sich als Retterin des Systems zu inszenieren.

Sogar Johannas Tod an Lungenentzüdung kommt Mauler zugute, als sie die «Heilige» in einem rührseligen «Pietà»-Moment auf den eigenen Armen über die Bühne trägt.

Das Theaterdebüt der kurdisch-österreichi -schen Filmregisseurin Kurdwin Ayub, geboren 1990 im Irak, geht noch auf eine Einladung des Anfang letzten Jahres verstorbenen René Pollesch zurück. Allerdings ist sie ohnehin viel -fältig mit der Volksbühne der letzten Jahre verbandelt. Ihr Produzent Ulrich Seidl hat in den Nuller Jahren am Rosa-Luxemburg-Platz in -szeniert, sie selbst hat Musikvideos u.a. für Hyäne Fischer gedreht und bringt Ende März «Mond» in die ...

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Theater heute April 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 8
von Eva Behrendt

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