Frau Firms Geheimnis
Petra und Udo, die heimatlos Reisenden, die Maja während eines Aufenthalts in Brüssel wohl kennen lernte, tauchen nicht nur plötzlich ganz zwanglos bei Maja auf, sie werfen auch Fragen auf.
Was zum Beispiel geschah mit Majas Chefin, die in der besagten Zeit auch in Brüssel war und seither verschwunden ist? Beauftragte die junge Frau die beiden mit dem Mord an ihrer Chefin? Oder verlebten die drei «Stille Tage in Brüssel»? Trieb Udo es mit Maja, war Petra mit dabei, oder schaute sie nur zu? Wir wissen es nicht, und dass wir es nie wissen werden, gehört zum Konstruktionsprinzip eines mit Anspielungen gespickten Stücks, das sich der Lust am Wortspiel hingibt. Alles dreht sich um die Frage, ob die Chefin zu jenen als verschwunden geltenden Menschen gehört, die sich in Wirklichkeit nur aus dem Staub machten, weil familiäre und geschäftliche Verpflichtungen ihnen die Luft zum Atmen raubten? Oder ob Frau Firm, so der Name der Chefin, gewaltsam aus dem Leben entfernt wurde.
Eines dagegen steht fest: Maja ist die Profiteurin, nimmt Frau Firms Stelle ein und verlässt wohl nicht zuletzt wegen der neuen Herausforderung die Wohnung, die sie bis dato mit ihrem etwas drögen Freund Paul bewohnte. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Sind wir nicht alle Meister in Sachen Fremd- und Selbsttäuschung? Entwickeln wir nicht die seltsamsten Strategien, um einen kleinen Vorteil zu erlangen, den anderen fertig zu machen oder ein wenig Liebe zu erhaschen? LaButes Figuren scheinen die fiktionalen Alter Egos des ganz normalen Zeitgenossen. Nett und redlich auf den ersten Blick, doch Vorsicht, wenn seine...
Erinnerung in Gegenwart zurückzuverwandeln – davon erzählte Jonke in seinem Theaterstück «Gegenwart der Erinnerung» (1995). Dass das niemals gelingen kann, weil es die Zeit und ihre Risse, die Erinnerung und das Vergessen, ja letztlich sogar Leben und Tod aufheben würde, wusste auch Jonke, und dennoch trieb er sein Spiel mit dieser Möglichkeit. Nicht aber, um sich...
Das Vestibül, die kleinste Nebenspielstätte des Burgtheaters, wird entweder für Mini-Inszenierungen von Regieassistenten oder als intime Lesebühne genutzt, auf der Burgschauspieler in ihrer Freizeit Weltliteratur rezitieren. Auch Joachim Meyerhoff tritt hier regelmäßig mit Leseabenden auf. Allerdings rezitiert er keine Klassiker, sondern Geschichten, die das Leben...
