Fetisch bleibt Fetisch
Der Jud’ tut gut.» Dieser Satz klingt ein wenig seltsam in Nazideutschland, aber er fällt nun doch in einem Film, der von sich im Untertitel behauptet, «die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler» zu erzählen: «Mein Führer» von Dani Levy ist eine Komödie, unschwer zu erschließen aus der Tatsache, dass es Adolf Hitler selbst ist, der den Satz sagt. «Der Jud’ tut gut.
» Warum tut der Jude dem Führer gut? Weil er im Dezember 1944 nicht mehr führen mag, sondern sich in die prächtigen Räume der Reichskanzlei einschließt, weil er keine Reden mehr halten will, sondern nur noch vor sich hin murmeln. Aus all diesen Gründen haben die Männer um Hitler, allen voran Joseph Goebbels, dem Führer einen Coach besorgt, den jüdischen Schauspieler Adolf Grünbaum (Ulrich Mühe), zuletzt wohnhaft in Sachsenhausen. Grünbaum soll den Führer wieder zum (fanatischen) Sprechen bringen, aber er macht das auf eine so psychoanalytische Weise, dass Hitler sich hoffnungslos in seine Kindheitsmuster zu verstricken beginnt.
Zwangsneurotiker mit kleinem Schwanz
Das Dritte Reich endet bei Dani Levy nicht mit Schrecken, es endet als Farce, mit einem leeren Machtzentrum, in dem die Funktionäre bis zuletzt ...
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Man könnte einfach den Artikel wechseln. Dann wäre es nicht mehr «Der Faust», sondern die Faust und würde geballte Kraft und Energie symbolisieren. Vorwärts in eine hoffnungsvolle Zukunft gehen als Veranstalter gemeinsam: der Deutsche Bühnenverein, die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste, die Kulturstiftung der Länder und das Land NRW.
Es sei «die uralte Idee...
Hilfe, dieser Film macht sentimental! Selbst wenn das Living Theatre im eigenen Mythenhaushalt kaum eine Rolle spielt, selbst wenn man wie der Regisseur Christoph Schlingensief im DVD-Bonusmaterial fest davon überzeugt ist, es sei «totaler Blödsinn» zu glauben, ein Theaterstück könne politisch etwas bewirken: Dirk Szuszies Dokumentarfilm «Resist» rührt empfindlich...
Den Skandal gab es schon vor der Premiere. Das Dortmunder Theater warb für Thirza Brunckens «Faust»-Inszenierung mit einem Plakat, auf dem das Foto eines Mannes mit blutig geschlagenem Gesicht zu sehen war. Offensichtlich hatte ihn jemand mit Faustschlägen traktiert. Darüber prangte, wie über allen Dortmunder Theaterplakaten, der Spruch: «Willkommen in Dortmund».
So...
