Erschüttertes Vertrauen

Nach Sexismusvorwürfen tritt Klaus Dörr als Intendant der Berliner Volksbühne zurück. Fragen zu checks and balances an Theatern bleiben

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Kurz vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe ging plötzlich alles ganz schnell. Am 13. März veröffentlichte die Tageszeitung «taz» unter der Überschrift «Eine Bühne für Sexisten» eine Reportage, in der mehrere Mitarbeiter*innen der Volksbühne Intendant Klaus Dörr übergriffiges, sexistisches und altersdiskriminierendes Verhalten vorwarfen. Zehn Mitarbeiterinnen hatten sich im November 2020 mit Erfahrungsberichten und – soweit möglich – Belegen an die Vertrauensstelle Themis gewandt, die wiederum im Januar mit der Berliner Senatsverwaltung für Kultur Kontakt aufnahm.

Zwei Tage nach dem «taz»-Bericht, am Montag den 15. März, erklärte Klaus Dörr seinen Rücktritt und sein Bedauern, «dass mir nicht gelungen ist, ein offenes und diskriminierungssensibles Klima zu schaffen, das Probleme rechtzeitig erkennt und es Mitarbeiter:innen ermöglicht, sich vertraulich mit ihren Fragen, Beschwerden und ihrer Kritik an die notwendigen und vorhandenen Stellen in der Volksbühne zu wenden». 

Bemerkenswert an der Reportage von Viktoria Morasch sind nicht nur die Berichte von einer äußerst unangenehmen Mischung aus «Fördern und Übergriffigkeit» durch den Intendanten, von sexistischen Sprüchen und ...

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Theater heute April 2021
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Eva Behrendt

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