Erden und lüften

Die Autorin und Übersetzerin Maren Kames federt Autofiktionales mit einem Haken schlagenden Gefährten ab: «Hasenprosa»

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Der Hase ist von Anfang an da. Das Ich, das von sich und vom ihm erzählt, staunt und berichtet. Ab geht es durch das Dach, hoch in die Luft. Dann auf das Feld. Die beiden, das Ich und der Hase, sind in einem Leihwagen namens Hollywood als Traumfabrik unterwegs.

Die Prosa schlägt Haken, gibt zunächst keine eindeutigen Angaben zu ihrem Wirklichkeitsstatus durch. Ist das alles geträumt, könnte sein, aber dann werden auch Träume als Träume erzählt und sogar brav durchnummeriert.

Der Hase malt dem Ich unlesbare Zeichen ins Buch: «Ich betrachtete das eingehend und dachte sachte vor mich hin. Im Universum war es still.»

So unkonventionell geht es hinein in diesen Roman, der sich erst einmal Sprüngen, Assoziationen, einer aus störrischen Wörtern in wechselnden Bildern zusammen- und gleich wieder auseinandergebauten Fantasie überlässt. Dann kommen aber Dinge dazu, die einem durchaus realer erscheinen, die Ma, die Großmutter, sie mischen sich unter die Hasenprosa, als Erinnerungen dieses Ichs, das auch über Songzeilen und Friederike-Mayröcker-Zitate und Fotos verfügt und diese mit den sprachgeborenen Eigenheiten verfugt.

Der Hase ist erst voll da, irgendwo entsprungen, und dann ist er ...

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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Bücher, Seite 39
von Ekkehard Knörer

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