Konflikt und Hybris

Vom Theater lernen, statt es kaputtzusparen

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Eigentlich sollte man grundsätzlich jeden Abend ins Theater gehen – als Kritiker:in sowieso –, aber wenn dort um 20:30 Uhr der Blick ins Handy verspricht, dass der Finanzminister gerade gefeuert wurde und die Regierung am Ende ist, während aus der Ukraine nur schlechte Nachrichten kommen und der nächste amerikanische Präsident seit dem frühen Morgen Donald Trump heißt, ist es draußen vielleicht doch spannender.

Zumal der Plot der letzten Wochen durchaus einiges hergibt.

In Berlin hatte sich eine Koalition im Zermürbungsgang zerlegt, die eigentlich die drei Hauptprobleme der näheren und mittleren Zukunft lösen wollte: Klima, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit. Dass dies alles zusammen kluge Kompromisse erfordert und nicht als Rote-Linien-Drama aufführbar ist, scheint den Protagonisten im Dauergerangel entfallen zu sein. Konfliktlösung im gegenseitigen Blockademodus war eigentlich das Fachgebiet der griechischen Tragödie – man kann bei Aischylos/Sophokles/Euripides nachlesen, wohin das führt.

Hybris ist ein anderes antikes Projekt, das Helden ähnlich sieht. Dafür gibt es derzeit frisches Anschauungsmaterial. Die Mehrheit der Amerikaner:innen hat Donald Trump zum nächsten Präsidenten ...

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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Eva Behrendt, Franz Wille

Weitere Beiträge
Sarah Kilter: Von Wunden und Wundern

Figuren:
Sie
Er
Hunzen

1

Er Ich kann nicht mehr.
Sie Wir können auch eine Pause machen.
Er Bei der Masturbation geht mir nie die Puste aus.
Sie Du kannst auch masturbieren.
Er Aber nur, wenn du wegguckst.
Sie Klar.
Er Nur weggucken, nicht wegdrehen. Pause. 
Er Ich kann nicht.
Sie Sollen wir uns was angucken?
Er Das Internet funktioniert doch nicht. Wann kommt denn...

Was das Leben so einschenkt

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