Er wollte alles wissen

Grabrede für Peter Fitz

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stell dir vor wenn dies
eines Tages dies
eines schönen Tages
stell dir vor
wenn eines Tages
eines schönen Tages dies
aufhörte
stell dir vor


fordert Samuel Beckett in einem Gedicht, und Peter Fitz rezitierte vor eini­ger Zeit dieses Gedicht in Weimar beim Kunstfest zusammen mit anderen Beckett-Gedichten, die alle wie letzte Worte klingen und deren hintergründiger Humor doch die Parole des Nicht-Aufgebens ist.

Nein, ich konnte es mir nicht vorstellen, dass es für und mit Peter Fitz aufhören würde.

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er seinen klugen, gewitzten, im Denken und Handeln wundersam großherzigen Nathan, eben die große Rolle seines letzten Jahrzehnts, nach 176 Vorstellungen behutsam und leise und wohlbedacht in die Obhut seines Theater, des Berliner Ensembles, zurückgeben würde. Nein, ich konnte mir nicht vorstellen, keine Lesung mehr mit ihm erfinden zu können. Wie Verschworene haben wir Lesungen erfunden, dem dichterischen Wort Verschworene. Fitz «machte» keine Lesungen, er spielte sie – das Wort wurde Fleisch. In Thomas Bernhards «Beton», in E. T. A. Hoffmanns «Erzählungen», in Kleists «Michael Kohlhaas», schließlich im «Weltverbesserer» gelesen/gespielt im Thomas-Bernhard-Haus ...

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Theater heute März 2013
Rubrik: Akteure, Seite 21
von Hermann Beil

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