Er wollte alles wissen
stell dir vor wenn dies
eines Tages dies
eines schönen Tages
stell dir vor
wenn eines Tages
eines schönen Tages dies
aufhörte
stell dir vor
fordert Samuel Beckett in einem Gedicht, und Peter Fitz rezitierte vor einiger Zeit dieses Gedicht in Weimar beim Kunstfest zusammen mit anderen Beckett-Gedichten, die alle wie letzte Worte klingen und deren hintergründiger Humor doch die Parole des Nicht-Aufgebens ist.
Nein, ich konnte es mir nicht vorstellen, dass es für und mit Peter Fitz aufhören würde.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er seinen klugen, gewitzten, im Denken und Handeln wundersam großherzigen Nathan, eben die große Rolle seines letzten Jahrzehnts, nach 176 Vorstellungen behutsam und leise und wohlbedacht in die Obhut seines Theater, des Berliner Ensembles, zurückgeben würde. Nein, ich konnte mir nicht vorstellen, keine Lesung mehr mit ihm erfinden zu können. Wie Verschworene haben wir Lesungen erfunden, dem dichterischen Wort Verschworene. Fitz «machte» keine Lesungen, er spielte sie – das Wort wurde Fleisch. In Thomas Bernhards «Beton», in E. T. A. Hoffmanns «Erzählungen», in Kleists «Michael Kohlhaas», schließlich im «Weltverbesserer» gelesen/gespielt im Thomas-Bernhard-Haus ...
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Theater heute März 2013
Rubrik: Akteure, Seite 21
von Hermann Beil
Der vorletzte Frankfurter Auftritt von Michael Thalheimer war gewichtig. Er begann in der tieferen Finsternis, die sozusagen der natürliche Zustand der riesigen Frankfurter Bühne ist, mit schweren Schritten und Schlagschatten. Die Schauspielerin Josefin Platt setzte donnernd einen Fuß vor den anderen, und jedes Mal knallte der Kothurn. Es war der passende Auftakt...
Treffpunkt ist das New Shimbashi Building im Süden Tokyos, ein etwas in die Jahre gekommenes mehrstöckiges Einkaufszentrum mit unzähligen kleinen Geschäften, Massageläden und Büros. Baujahr 1971, genau wie das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi, in dem es vor zwei Jahren in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze gekommen war. Shimbashi ist nach wie vor sehr...
Es ist mir ein Bedürfnis geworden, Bomben zu werfen. Das prickelt einem ordentlich, das ist ein feines Gefühl. Das ist ebenso schön, wie einen abzuschießen», schwärmt im Juli 1940 ein Deutscher namens Pohl, Oberleutnant der Luftwaffe, zur damaligen Zeit Kriegsgefangener. Dokumentiert haben Sätze wie diese Briten und Amerikaner, die während des Zweiten Weltkriegs...
