Ente mit Porschemotor
Von außen sieht das Babelsberger Studiogelände aus wie eine Strumpfhosenfabrik. Nur dass vor den Werkstoren immer eine Traube pubertierender Autogrammjäger auf ihre Serienstars wartet. In den zwei klimatisierten Bürokomplexen der «Grundy Ufa» arbeiten 140 Mitarbeiter von Montag bis Freitag an der täglichen Fernsehserie «Gute Zeiten, schlechte Zeiten». Die wenigsten von ihnen sind direkt mit den Dreharbeiten beschäftigt, von der Buchentwicklung bis zur Postproduktion sind auf dem Firmengelände alle Stationen der Serienproduktion zusammengefasst.
Auch der Berliner Autor Stefan Rehberger trat hier drei Jahre lang jeden Morgen pünktlich seinen Dienst im Storydepartment an, um wie am Fließband Seifengeschichten zu erfinden. «Wenn es gut läuft, ist es sehr lustig», erinnert sich der Germanist an seine Zeit als Storyliner, «wenn einem nix einfällt, ist es sehr quälend.»
Der Leistungsdruck im Storydepartment ist enorm. Um Zeit zu sparen, werden die Drehbücher einer täglichen Dauerserie nämlich arbeitsteilig verfasst: Zweimal im Jahr geben die hochbezahlten Headwriter die groben Linien der nächsten sechs Monate vor. Aus dieser Vorlage, den so genannten «Futures», entwickelt ein Heer von ...
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«Theatre, in the Islamic Republic, finds its noble and high responsibilities in expressing pains and suffering of fettered and oppressed human beings.» revolutionsführer ali chamenei (vorangestellt dem katalog zum 23. internationalen fadjr-festival)
Darf ich mich einen Moment zu Ihnen setzen?» Obwohl im Flugzeug nach Teheran noch viele Plätze frei sind, setzt...
Der Kanonenschuss, der am Schluss des Stücks fällt, kündigt am frühen Morgen des 12. April 1861 den Beginn des Sezessionskrieges an. Von Politik war zuvor ausgiebig die Rede in Julien Greens Drama «Süden», entstanden 1951/52, und die erste Leiche liegt bereits auf dem Boden des Salons der Plantage Bonaventura in Südcarolina: Leutnant Ian Wiczewski, der die blaue...
Der sonst so coole David Mamet war in seinem Nachruf in der «New York Times» mehr als bewegt. Vor zwanzig Jahren sei er Miller nach einer Vorstellung mit Dustin Hoffman in «Tod eines Handlungsreisenden» begegnet und habe ihm gestanden, die Szene zwischen Biff und Willy sei ihm vorgekommen wie ein Dialog mit seinem Vater. Nicht sehr originell, das Kompliment, und...
