Alles auf Zukunft
Es gibt Ereignisse, die grenzen in diesen Zeiten, da das Wünschen nicht mehr hilft, an ein Wunder. Ringsum werden Theater von Sparzwängen gepeinigt, es wird geschlossen und gedrosselt, ganze Sparten verschwinden, Spielpläne schrumpfen. Just da öffnet ein schon fast aufgegebenes Theater wieder seine Pforte: in sachbezogener Schlichtheit und höchstmöglicher technischer Funktionstüchtigkeit.
Am 15. Januar wurde das Kleine Haus des Dresdner Staatsschauspiels nach einer siebenjährigen Rekonstruktionsphase wiedereröffnet.
Zwar schwelge, so erinnert Intendant Holk Freytag in seiner Begrüßungsrede, die sächsische Landeshauptstadt in einem «Kulturwunder»: Der Eröffnung des Kupferstich-Kabinetts und des Grünen Gewölbes wird in absehbarer Zeit die Weihe der wiederhergestellten Frauenkirche folgen. Dennoch: Ein wie neu wirkendes Theaterhaus der Öffentlichkeit übergeben zu können, das berechtigt zu heiterem Optimismus. 10,6 Millionen Euro hatte der sächsische Staatsminister für Finanzen spendiert, 4,2 Millionen davon wanderten allein in die Erneuerung der technischen Anlagen – Heizung, Lüftung, Elektrotechnik, Beleuchtung und Bühnentechnik. Stolz sind Dresdens Stadtväter auch, dass die ...
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Preise/Auszeichnungen
Ulrich Matthes erhält für seinen George in Jürgen Goschs Berliner «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?»-Inszenierung den Gertrud-Eysoldt-Preis der Bensheimer Ringelband-Stiftung in Höhe von 10.000 Euro. Den Nachwuchs-Regiepreis (5000 Euro) teilen sich Shirin Khodadadian und Daniela Kranz. / Gerhard Stadelmaier, Theaterkritiker der FAZ, erhält...
Man müsse tot sein, heißt es, wenn man in Wien eine gute Nachred’ haben will. Manchmal genügt es auch, wenn man todkrank ist. Als der von einem Krebsleiden schwer gezeichnete Hans Gratzer bei der Nestroy-Gala vergangenen November auf der Wiener Varietébühne Ronacher für sein Lebenswerk geehrt wurde, spendete ihm die versammelte Wiener Theatergesellschaft...
Hund, Katze, Maus. Nein, falsch, ein Kind ist’s, das da – Punkt, Punkt, Komma, Strich – entsteht. Und eine Hose. Ein Fernseher. Ein König: den Kopf durch die Papierwand gesteckt und die Krone einfach drübergemalt. So ein König aber, der hat’s nicht leicht, ist einsam ohne Frau. Und alle anderen sind nur scharf auf seinen Job. Gut ist es da, wenn man ein paar...
