Enis Maci: WUNDE R
/ markiert eine unterbrechung
… markiert eine pause
– zeigt an, dass eine neue person spricht
*** markiert den beginn einer neuen szene, in der die besetzung neu gemischt werden kann
♫ kennzeichnet die folgende rede als gesang
im chor sprechen alle, mit der ausnahme der vorrednerin/nen
mindestens 4 spielerinnen
Figuren:
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
mehrfachbesetzungen möglich
the I can be like t
he mast of the ship
nach Bernadette Mayer
opfer bringen für das storymonster
nach Johannes von Dassel, Dark Room
Framed by time – that is the time it takes the play to happen – theater is a series of
synaptic intersections that occur between the actors and their characters,
their props, the words they’re speaking and their gestures. It’s an emotional technology,
a magic box. Even though the play‘s rehearsed and circumscribed, the act
of theater really happens in the tiny gaps between the actors and their roles, a friction
witnessed by the audience, and all of this takes place within the confines
of the «play».
Chris Kraus, Aliens & Anorexia
Maybe the I is not necessarily personal. Maybe the personal is not
necessarily personal.
Eileen Myles
1
ICH ICH ICH:
DAS GERÄUSCH
...
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Theater heute August/September 2020
Rubrik: Stückabdruck, Seite 99
von
Ulrike Syha In den letzten Monaten hat die Corona-Krise unser aller Leben, auch unser Arbeitsleben, bestimmt. Ihre Auswirkungen und die damit verbundenen Veränderungen im Kulturbereich werden das noch lange tun. Das gilt natürlich auch für uns Theaterautor*innen – obwohl ich manchmal glaube, dass uns die volle Wucht der Krise wohl erst im nächsten Kalenderjahr...
Man wird sich an solche Anblicke für eine Weile gewöhnen müssen: jede zweite Reihe leer, in den anderen jeder dritte Platz besetzt. Wenn sich erwartungshochgespannte Premierenzuschauerräume nicht zuletzt dank zahlreich anwesender schmallippiger Kritiker*innen für die Schauspieler*innen ohnehin anfühlen wie ein weit geöffneter Kühlschrank, dann kommt es jetzt noch...
Der radikale Shutdown ist vorüber, die Lockerungen nehmen zu, wir dürfen wieder Kneipen und Cafés besuchen. Von Fernreisen und dem Feiern großer Partys wird dennoch abgeraten. Viele leiden unter dem eingeschränkten Bewegungsradius, aber viele fragen sich auch, ob man nicht irgendeine Einsicht aus dem Shutdown mitnehmen könne, die Krise gar etwas pädagogisch...
