Enis Maci: WUNDE R
/ markiert eine unterbrechung
… markiert eine pause
– zeigt an, dass eine neue person spricht
*** markiert den beginn einer neuen szene, in der die besetzung neu gemischt werden kann
♫ kennzeichnet die folgende rede als gesang
im chor sprechen alle, mit der ausnahme der vorrednerin/nen
mindestens 4 spielerinnen
Figuren:
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
mehrfachbesetzungen möglich
the I can be like t
he mast of the ship
nach Bernadette Mayer
opfer bringen für das storymonster
nach Johannes von Dassel, Dark Room
Framed by time – that is the time it takes the play to happen – theater is a series of
synaptic intersections that occur between the actors and their characters,
their props, the words they’re speaking and their gestures. It’s an emotional technology,
a magic box. Even though the play‘s rehearsed and circumscribed, the act
of theater really happens in the tiny gaps between the actors and their roles, a friction
witnessed by the audience, and all of this takes place within the confines
of the «play».
Chris Kraus, Aliens & Anorexia
Maybe the I is not necessarily personal. Maybe the personal is not
necessarily personal.
Eileen Myles
1
ICH ICH ICH:
DAS GERÄUSCH
...
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Theater heute August/September 2020
Rubrik: Stückabdruck, Seite 99
von
Eigentlich wollte ich Hannah Arendts umstrittenen Text «Reflections on Little Rock» von 1959 besprechen, mit dem sie sich gleich nach dem Erscheinen einige Kritik eingehandelt hatte. Sie sprach sich darin zwar eindeutig gegen Rassismus aus, machte aber eine Unterscheidung zwischen Gleichheit als politischem Recht, das durch die Verfassung gegeben sein müsse, und...
Wie spielt man einen Staubsauger? Was sich anhört wie die skurrile Aufgabenstellung bei einer Aufnahmeprüfung zur Schauspielschule, war bei Julia Windischbauer letztes Jahr nichts weniger als der Schritt zum ersten großen, weithin sichtbaren Erfolg auf der Bühne der Münchner Kammerspiele. Dabei war sie bis vor Kurzem eigentlich noch an der Otto-Falckenberg-Schule...
«Die Zeit friert», schreibt Aglaja Veteranyi («Wörter statt Möbel», «Der gesunde Menschenversand», 2018). Die Tage ziehen sich in die Länge, sind doch viel zu kurz und fließen ineinander. Wer weiß schon, ob heute Montag ist oder Dienstag? So vieles Gewohntes gibt es plötzlich nicht mehr zu tun, so vieles Ungewohntes gibt es plötzlich zu tun.
Ein Stapel Bücher will...
