Die Sonnenuntergänge von Beirut
Wie erzählen wir uns unsere eigene Geschichte? Welche Narrative (er)finden wir, um sie uns plausibel zu machen, rote Fäden einzuweben, die unsere heutige Identität, unser Weltbild unterstützen? Der libanesische Künstler Walid Raad (*1967) versetzt in seinen Performan -ces, Videos und Objekten diese Form der Bedeutungserzeugung in Bewegung.
Oft genug, indem er sich den Leerstellen historischer Ereignisse widmet, ihren Lücken und Rändern, um von ihnen aus neue Narrative zu weben, alternative Mikrogeschichten, spielerisch, verführerisch, insistierend, die ihre langen Schatten zurückfallen lassen auf das Geschehene und seine Wahrnehmung verändern.
In einem Kooperationsprojekt widmen sich die Kunsthalle Mainz und das Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt der vielgestaltigen Sprache des Künstlers: Die Kunsthalle zeigt einen neuen Werkblock, der erstmals im deutschsprachigen Raum zu sehen ist, der Mousonturm Lecture Performances und Videoarbeiten. Raads Arbeiten sind geprägt von seinem Aufwachsen in Zeiten des libanesischen Bürgerkriegs und von den Politiken des Mittleren Ostens, greifen aber von hier aus geschmeidig aus, weisen politische, diskursive wie materielle Bezüge über Kontinente ...
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Theater heute April 2022
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Esther Boldt
Figuren
Protagonisten: Aslan Özgür Kevin Jeremy Falk
Stumme Figuren: (für die stummen Figuren ist keine Besetzung nötig)
Speckwanze Amsel Amselküken 1 Amselküken 2 Frau Aster
Ort
Das Stück spielt in einer Justizvollzugsanstalt.
Nebentext
Mit ihm kann frei umgegangen werden.
I Im Hof
Im Gefängnishof gehen Kevin, Jeremy, Özgür und Aslan ihre Runden. Abseits hopst...
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