Die Haltbarkeit von Erfolg
Im Sommer des Jahres 1994 saß ich an einem besonders heißen Tag auf einer Parkbank und schaute einem aufgebrachten Schwan dabei zu, wie er einen Mann quer über den Rasen jagte. Er gab dabei böse Laute von sich, und der Mann schlug Haken und flitzte, als nichts zu helfen schien, bei Rot über die Straße. Komischerweise blieb der Schwan stehen, drehte sich um und watschelte zurück zum künstlichen Teich.
Ich blieb noch lange sitzen und grübelte über das nach, was ich da gesehen hatte, dann stand ich auf, ging zurück zu meinem Zimmer in einer Sechser-Wohngemeinschaft, lieh mir von Felix, einem Mitbewohner, seine Schreibmaschine und einen Stapel Papier aus. Ich spannte einen Bogen in die Walze ein, starrte auf das weiße Blatt und schrieb einen ersten Satz. Ich schrieb einen zweiten und dritten Satz, ich schrieb ein Blatt, das zweite und etwas später das zehnte Blatt voll. Am nächsten und übernächsten Tag war ich mit Schreiben beschäftigt, ich aß nur Riegelschokolade und trank viele Tassen Kaffee, ich rauchte wie besessen und hackte auf die Tasten. Aus einer Laune heraus schickte ich die dreißig Seiten einem Hamburger Verlag, und wenige Wochen später entschied der Lektor, das ...
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