Pressestimmen zu Peter Steins «Wallenstein»
Wahnsinn Drama
Es richtet sich die Welt nach seinem Bilde und duldet keine Korrekturen an diesem Bild. Er geistert durch alle Sphären, hat die Sterne und den Kosmos, das größte Ganze im Blick – aber nur, um es seiner Beschränktheit schlau zu unterwerfen. Was er nicht sieht, das sollen die anderen auch nicht sehen, was er nicht fühlt, sie auch nicht fühlen, was er befiehlt aber unbedingt befolgen. Mit ihm ist weder zu spaßen noch zu reden. Er hört nur, was er hören will. So spielt Klaus Maria Brandauer diesen Welt- und Kriegs- und Geschichtskerl.
Ein relativ zeitloses Chef-Bündel – dem Untergang geweiht. Hinreißend und hingerissen. Wie im Rausch. Und eine Art absoluter theatralischer Novität.
Denn der ältere Brandauer, den man bisher in allen Rollen immer nur als Brandauer, als Selbstspieler und Selbstgenießer gesehen hat, spielt hier zum ersten Mal, seit Kortner ihn als Lessings Prinzen in der «Emilia Galotti» (1969) ausbildete, etwas anderes als sich selbst, zum ersten Mal eine bedeutende, umwerfende Rolle, in die er sich nicht hineinwirft wie in eine Hängematte, sondern die er fast verzweifelt an sich reißt – um in ihr aufzugehen. Das ist die größte Leistung Peter Steins seit ...
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Schimmelpfennig konstruiert sich einen nicht unwahrscheinlichen Fall: Ein mittelalter...
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