Unterwegs im Interretschio

nach Lynch «Wild at Heart» Jena

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Victor Flemings «Der Zauberer von Oz» von 1939 ist ein skurriler Film. Ein Mädchen aus Kansas träumt sich während eines Hurrikans in eine Zauberwelt, in der es, begleitet von seinem Hund, einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem recht würdelosen Löwen die bösen Hexen des Ostens und Westens besiegt. Das Skurrile an «Der Zauberer von Oz» ist die Mischung aus Angst und Kindergeburtstag: Eigentlich ist das meiste zum Fürchten, aber das Mädchen Dorothy glaubt unverbrüchlich an das Gute.

Da erscheint es höchst verwunderlich, aber zutiefst amerikanisch, dass Dorothys größter Wunsch darin besteht, aus dem Zauberland  ins triste Kansas zurückzukehren.

Auch David Lynchs «Wild at ­Heart» von 1990 ist ein skurriler Film mit ähnlich zwielichtiger Atmosphäre wie bei Fleming. Es wimmelt von Verrückten und Versehrten, aber dem jungen, wilden, sexuell erregten Liebespaar Sailor und Lula scheint die Sonne aus dem Herzen wie keinem anderen Protagonisten der Alptraumwelten David Lynchs, vom rührigen Traktorfahrer in «A Straight Story» (1999) einmal abgesehen. Das junge Glück flieht vor Lulas missgünstiger Mutter, sein Ballast ist die Erinnerung an den Tod von Lulas Vater, und als Antidot gegen ...

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Theater heute Juli 2007
Rubrik: Chronik, Seite 48
von Matthias Dell

Vergriffen
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