Die Geschichte im Koffer

Der bundesdeutsche Nachkriegsstar René Deltgen hatte eine tiefbraune Vergangenheit: «En Escher Jong», eine Theaterrecherche des Escher Theaters

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Düdelingen liegt um die Ecke, «Dudelange» in der französischen Version; wie fast alle Städtchen hier immerzu die Namen wechseln, am Bahnsteig, bei der Post, in der Zeitung. Dies ist der äußerste Südzipfel vom Großherzogtum Luxemburg; und wie klein auch alles wirkt, so ist es doch eine der internationalsten Regionen Europas, mit ungezählten, rundum europäisch durchmischten Institutionen und Administrationen in der Hauptstadt.

Zwanzig Minuten fährt von dort aus der Nahverkehrszug nach Südwesten, mit gemischten Stationsansagen auf Deutsch, Französisch und im regionalen Letzebuergerisch; er folgt dabei dem Flüsschen, das der alten Industriestadt Esch den Beinamen gibt: «… sur-Alzette». Drei Kilometer weiter in Richtung Süden überquert die Alzette dann schon die Grenze nach Frankreich; und die S-Bahn fährt weiter nach Differdange, Niederkorn und Petange. Hier, westlich von Esch, beginnt Belgien. 

Zwischen den Städtchen siedelten ehedem Bergwerke und Hüttenbetriebe, die Gegend mag vor hundert Jahren wie ein kleines Ruhr -gebiet ausgesehen haben – auch davon erzählt Carole Lorang, die das «Escher Theater» leitet. Über das Programm im für knapp 500 Zuschauerinnen und Zuschauer ausgelegten ...

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Theater heute April 2022
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Michael Laages

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