Der Wind pfeift
Radikal auf sechs Tage verkürzt war diese zweiten Pandemie-Berlinale, in der sämtliche Besucher eingehegt waren in Sicherheitsmaßnahmen: 2G+ für die Presse, auch die geboosterte, zusätzlich die tägliche Testpflicht; halbleere Kinosäle, keine Partys, kein Gedrängel am roten Teppich, Glamourfaktor gegen Null.
Von den 350 Filmen der schon im letzten Jahr stark reduzierten Zoom-Berlinale blieben 264, die schnell ein Label verpasst bekamen: die Berlinale der Frauen, die dieses Jahr im Wettbewerb tatsächlich mit sieben Regisseurinnen stärker vertreten waren als je zuvor – trotzdem noch weit entfernt von der Parität. Für den Ausgleich sorgte die Jury, indem sie sechs von acht Wettbewerbs-Bären an Frauen vergab. Und sich dabei fast demonstrativ gegen die professionelle Kunst des Schauspiels entschied: Den Goldenen Bären für den besten Film erhielt Carla Simons wunderbar leichter und zärtlicher, dabei implizit durchaus politischer spanischer Film «Alcarras», in dem ausschließlich Laienspieler:innen aus der katalonischen Provinz das Familienleben auf einer Pfirsichplantage performen, der die neue Zeit – Solaranlagen, mit denen mehr Geld zu verdienen ist – buchstäblich den Boden unter den ...
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Theater heute April 2022
Rubrik: Berlinale 2022, Seite 46
von Barbara Burckhardt
Auf der Besetzungsliste von «Knechte» findet sich auch eine Amsel. Das verweist auf das Stück, mit dem Caren Jeß (geb. 1985) ihren Durchbruch hatte: «Bookpink», nominiert für die Mülheimer Theatertage 2020, besteht aus sieben kurzen Stücken, deren Protagonisten verschie -dene Arten von Vögeln – Pfau, Bussard, Spatz usw. – sind. Als «Bookpink» vor zwei Jahren – samt...
Das Raumschiff ist nicht mehr das neueste. Schlappe 500 Jahre hat das Starship schon auf dem Tacho und seine Commanderin, Queen Lear, auf dem Buckel. Zeit für einen Neuanfang. Die Technik hält zwar gerade noch einigermaßen, auch wenn ein paar Schrauben locker sind, beim Asteroidenslalom der Kabelsalat aus dem Schaltbrett quillt und sich der alte Galaxien-Gleiter...
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TV-Hinweise und Streaming für April
AB 7./DONNERSTAG 22.30, arte: In Therapie
Fernsehserie, Frankreich 2021. Start der zweiten Staffel der französischen Erfolgsserie, in der sich ein Pariser Psychoanalytiker mit sich, seinen Patient:innen und den Folgen der Pandemie auseinandersetzt. Mit Frédéric Pierrot, Eye Haïdara, Sharif Andoura, Charlotte Gainsbourg
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