Die ganze Dynamik

Die Kulturstaatsministerin antwortet der Regietheater-Polemik des Bundespräsidenten und eröffnet das Berliner Theatertreffen – eine Rede

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In den vergangenen Wochen ist in den Medien viel ums Für und Wider des deutschen Regietheaters gestritten worden. Man nennt so etwas gemeinhin Debatte. Neben der Regietheater-Debatte erleben wir auch noch die Kapitalismuskritik-Debatte. Das Regietheater kommt meist nicht gut weg in der Debatte. Es hatte zuletzt jedenfalls wieder eine schlechtere Presse als der Kapitalismus, den doch viele Debattanten gegen Marx und Müntefering in Schutz nahmen. Dagegen kann man derzeit auf sicheren Beifall rechnen, wenn man von höherer oder höchster Warte das Regietheater beschimpft.

Vielleicht ist dieser Beifall auch deshalb so leicht errungen, weil niemand so ganz genau weiß, was das eigentlich ist: das Regietheater. Irgendwie erschöpft sich die Erklärung jedenfalls nicht in dem, was der Dirigent und Tonsetzer Lorin Maazel vor ein paar Tagen in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» gesagt hat: Deutsches Regietheater erkenne man daran, dass die Schauspieler auf dem Klo säßen und der Regisseur seine eigenen Probleme in den Mittelpunkt stelle. 

Trotzdem gilt das Berliner Theatertreffen, das die Kulturstiftung des Bundes mit ihrer Finanzierung als Institution der Bühnenrepublik gefestigt ...

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Theater heute Juni 2005
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Christina Weiss

Vergriffen
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