Die Denkmäler sind auf unserer Seite
Und wieder schreiben wir Geschichte. Genau wie vor 18 Jahren und vor neun Jahren. Man kann einen gewissen Zyklus beobachten: 2004 – 2013 – 2022. Zweimal Majdan und nun auch der Krieg. Und jedes Mal durchkreuzte das ukrainische Volk die russischen Absichten. Dies ist auch der gemeinsame Nenner der drei Daten. Widerstand der Bevölkerung auch in Zeiten des Kriegs. Nun ist die ganze Ukraine zum Majdan geworden. Bereits im Jahr 2004 im Dezember, nachdem die Wiederholung der Stichwahl in der Präsidentschaftswahl beschlossen worden war, schrieb ich für meine Mini-Rubrik im 5.
Programm, in der damaligen Sendung von Romko Tschajka, ein Gedicht: Einer wird schon müd, ein anderer ganz kahl, / Doch seid guten Mutes, / Denn auch im Märchen, erst beim dritten Mal / siegt auch nur Gutes!
Ich schreibe das hier aus Irpin, wo ich mit meiner Frau Oksana und ihrer einundneunzigjährigen Mutter bin sowie der dreijährigen Katze Basja. Die Katze und die Schwiegermutter verstehen nicht richtig, was los ist, Oksana und ich drehen manchmal ein bisschen durch, regen uns auf und beruhigen uns abwechselnd.
Hostomel, Butscha, Irpin sind Orte heldenhaften Kampfes in der Ukraine, und zwar ohne jegliche ...
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Theater heute April 2022
Rubrik: Krieg in der Ukraine, Seite 8
von Oleksandr Irwanez
Das Raumschiff ist nicht mehr das neueste. Schlappe 500 Jahre hat das Starship schon auf dem Tacho und seine Commanderin, Queen Lear, auf dem Buckel. Zeit für einen Neuanfang. Die Technik hält zwar gerade noch einigermaßen, auch wenn ein paar Schrauben locker sind, beim Asteroidenslalom der Kabelsalat aus dem Schaltbrett quillt und sich der alte Galaxien-Gleiter...
Der Link zwischen den Best-of-Festivals Berliner Theatertreffen und Mülheimer Stücke heißt Sivan Ben Yishai: Nach Berlin kommt Pinar Karabuluts Münchner Inszenierung von «Like Lovers do (Memoiren der Medusa)», nach Mülheim «Wounds are forever (Selbstporträt als Nationaldichterin)» aus Mannheim.
Ja, mach nur einen Plan. Brechts spöttischer Vers bringt Weltläufte und...
Die Germanen waren furchterregend und lächerlich, unkultiviert, mehr Tiere als Menschen, arbeitsscheu und dumm – und außerdem blau angemalt, berichtet der Römer Tacitus so herablassend wie fasziniert in seinen «Annalen» im Jahr 98 n. Chr. und fügte nicht ganz unzutreffend hinzu: «Wer wollte auch das milde Klima, die sonnenreichen Breiten um das blaue Mittelmeer...
