Dichterkammerflimmern

Rede zur Eröffnung der Autor:innentheatertage des Deutschen Theaters Von Ferdinand Schmalz

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Und da beim Lesen all der Stücke, beim Diskutieren da - rüber in den Jurysitzungen mit Julischka Eichel und Christiane Rösinger, im Austausch mit dem Haus, mit Bernd Isele und Franziska Trinkaus, mit Claus Caesar und Ulrich Khuon, und dann beim Nachdenken da -rüber, was ich denn hier zu der Eröffnung der Autor:innentheatertage 2022 sagen könnte, immer wieder diese Frage auftaucht, was ist das denn: Gegenwartsdramatik? Was heißt es, hier und heute fürs Theater schreiben? Wie setzen sich die eingereichten Stücke zu dieser Gegenwart, die wir das Heute nennen, wie setzen sie sich d

azu in Bezug? Wie schaffen sie es, dieses seltsame Ding, das wir die Wirklichkeit nennen, einzufangen, in einen Theatertext hineinzupacken, in Sprache zu verwandeln, und wie schaffen sie es vor allem, Vorlagen zu geben für jenen zweiten künstlerischen Arbeitsprozess, der später auf den Probebühnen dann erst stattfindet? Was unterscheidet einen Text, der zwar heute produziert wurde, aber nicht heutig ist, von einem Theatertext, den man als Gegenwartstheater beschreiben könnte? Wie verweben sich Texte mit einem Zeitempfinden, wie finden sie Ausdruck für Dinge, die quasi in der Luft liegen? Wie geht das? Wie ist ...

FERDINAND SCHMALZ, geboren als Matthias Schweiger 1985 in Graz/Steiermark, Studium der Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien. Neben Aktivitäten im zumeist freien Theater – z.B. als Performer im freien Kollektiv mulde_17 – schreibt Schmalz Theatertexte, u.a. eine Folge für die Wiener Schauspielhausserie «Die Welt von Gestern». Seine Stücke «am beispiel der butter», «dosenfleisch» und «der herzerlfresser» wurden 2014 und 2015 in Wien, Berlin und Leipzig uraufgeführt, «der thermale widerstand» 2016 in Zürich und Berlin, «jedermann (stirbt)» 2018 im Wiener Burgtheater

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Theater heute 7 2022
Rubrik: Gegenwartsdramatik, Seite 52
von Ferdinand Schmalz

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