Der teuflische Gott
Manche bezeichnen Konstantin Bogomolow als billigen Schocker. Junge Kritiker sehen seine Inszenierungen drei bis vier Mal und kennen jede Szene. Konservative Dozenten an den Theaterhochschulen verschrecken ihre Studenten allein mit seinem Namen, während wiederum einige Mitglieder des Polit-Establishments (und besonders deren Glamour-Ehefrauen) ein Wahnsinnsgeld für Eintrittskarten zu Bogomolow-Inszenierungen hinlegen.
Repräsentanten der extremistischen orthodoxen Organisation «Gottes Wille» haben versucht, seine Inszenierung von Oscar Wildes Komödie «Ein idealer Gatte» am Moskauer Künstlertheater absetzen zu lassen. Selbst der stellvertretende Kulturminister Schurawskij persönlich bat den künstlerischen Leiter Oleg Tabakow, alle Bogomolow-Inszenierungen aus dem Spielplan zu nehmen. Es ist ihm nicht gelungen.
Der Wirbel um den Philologie-Absolventen der Moskauer Staatlichen Universität, der auch an der Russischen Akademie für Theaterkunst (früher GITIS) Regie studiert hat, war nicht wirklich vorhersehbar. Von 2002 bis 2011 hat er an prestigeträchtigen Moskauer Bühnen inszeniert. Da gab es gute Schauspieler zu sehen, ab und an eine interessante Konzeption, Sprengstoff hatte aber ...
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Theater heute Mai 2016
Rubrik: Ausland, Seite 56
von Marina Davydova
Christoph Funke, 1934 geboren, in Chemnitz aufgewachsen, wurde nach einem Studium der Germanistik bei Hans Mayer in Leipzig bald einer der bestimmenden Theaterkritiker der DDR. Von 1956 bis zur Schließung 1991 war er Kritiker, später auch leitender Kulturredakteur der Zeitung «Der Morgen» und unter Theaterleuten als integerer publizistischer Begleiter hoch...
Jesko
Malte
Johannes
Konstantin
Lehrerin (Katja)
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Sandra
Beamter
Reporter
Stimmen und Körper
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Was habe ich erlebt. Weiß ich nicht. Keine Ahnung. Was habe ich erlebt? Wissen Sie, was Sie erlebt haben? Ich nicht. Ich meine das nicht im erkenntnistheoretischen, philosophischen Sinne. Ich meine das wirklich im lebensweltlichen Sinne, als Grundlage...
Sterben ist ein Ende ohne Pointe. Aber manch Lebensfrohen macht das Ausweglose auch trotzig, Ragnar Kjartansson zum Beispiel. Der isländische Musiker, Künstler und Inszenator zeigt es dem Tod mal so richtig mit seiner Bauchschuss-Sinfonie «Krieg», damit wenigstens die im Leben Zurückgebliebenen was zu schmunzeln haben. Sein zweiter Abend an der Volksbühne knüpft da...
