Der Sieger und seine Verfolger

Jens Harzer und 29 weitere Schauspieler des Jahres, gepriesen von seinen, ihren größten Bewunderern

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Jens Harzer

Allein wie Jens Harzer am Thalia Theater den zu Tode zitierten Posa-Satz sagt von der Gedankenfreiheit, ist den ganzen «Don Carlos» wert – leicht, spielerisch, verführerisch, mit einer lässigen Hand­bewegung und seinem schiefen Lächeln, als sei das kein großes Ding.

Anke Dürr

Seinen Ruhm hat Jens Harzer sich erspielt als fantastischer Alien des deutschen Theaters, in der Rolle des Posa aber ist er brutal menschlich: als einzig Normaler unter Schwärmern, als geistesklarer und fast spießiger Vernünftling unter Liebes- und Macht-Wüterichen – ein Teufelskerl, der amüsant, klug, herzergreifend scheitert. Wolfgang Höbel

Jens Harzer spielt den Posa so filigran selbst-bewusst und intelligent und dabei
so brüchig zeitgenössisch, dass er einen mitreißt, hinreißt, zum Denken verführt – und in dieser Rolle tatsächlich einen neuen Blick auf die Welt eröffnet. Christine Dössel

Jens Harzer wippt sich als Posa elastisch in Gespräche, er biegt Körper und Sprache geschmeidig zurecht – nö? oder? – und belohnt den Hofstaat mit Gesten der Freundschaft, die er ins Demütigende kippen lässt: Als gefährlicher Charis­matiker loggt er sich in ein verderbliches System ein. Roland Müller

Schillers ...

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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Spieler des Jahres, Seite 78
von

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