Generation Internet
Im Jahre 2010 wird in Hollywood die Erfolgsgeschichte des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg verfilmt. Der Held ist ein 20-jähriger Harvardstudent und Internetfreak, der eine virtuelle Plattform errichtet, auf der sich Menschen im Internet in einem selbsterstellten Profil darstellen und per Mausclick mit Hunderten von anderen Menschen Freundschaften schließen können. Ein Nerd und Außenseiter gründet, so beschreibt es jedenfalls die Legende, eine neue Community, in der die Grenzen zwischen realen und virtuellen Welten fließend sind und verwischen.
Mit 23 wird Zuckerberg der Titel des jüngsten Selfmade-Milliardärs der Welt verliehen. Durch diese und ähnliche amerikanische Lebensgeschichten entsteht der alte amerikanische Mythos «Vom Tellerwäscher zum Millionär» neu. In der Person Mark Zuckerbergs spiegelt sich die Heilserwartung für viele junge Menschen.
Die außergewöhnliche Zuckerberg-Story wird zum Antrieb und Vorbild für eine neue Internet-Generation. «Wie wird man einer von den Glücklichen?», fragen sich die Protagonisten im neuen Stück des 26-jährigen Daniel Karasik, «Die Unschuldigen». Sie sind Karrieristen, Kreativfreaks und Träumer, sie haben studiert und sind im Wohlstand der ...
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Die neuen Stücke, Seite 155
von Marie Rötzer
Ich würde erstmal kühn behaupten, dass es mich als Wutbürger gar nicht gibt. Außer natürlich bei himmelschreienden Ungerechtigkeiten und Urbösem (Bankenskandale, Korruption, Atomproblematik, Dritte Welt und ein paar weiteren, insgesamt mindestens sieben Todsünden). Eine dieser sieben Todsünden sind die seit längerem grassierenden Zerr- und Zerfallsformen von...
Ein Schauspieler ist er nicht, er will kein Schauspieler sein. Seine Kollegen mögen Schauspieler sein, was für ihn heißt: Mensch-Maschinen. Er will sich nicht verbiegen. Sich Figuren zu widmen, hat er nicht nötig. Ihm reicht es, er selbst zu sein, und er ist sich sicher, dass er mit der Zur-Schau-Stellung seiner Tagesform dem Publikum das größte nur denkbare...
Irene Bazinger, «Frankfurter Allgemeine Zeitung»
Deutschsprachiges Stück: Ewald Palmetshofer «tier. man wird doch bitte unterschicht»
Ausländisches Stück: Lucy Prebble «Enron»
Inszenierung und Dramaturgie: Marius von Mayenburg, Mayenburg «Perplex», Schaubühne Berlin
Bühnenbild/ Kostüme: Bühne: Katja Haß, Herzberg «Über Leben», Deutsches Theater Berlin Kostüme: Bert...
