Der Diskursverstärker
Eva Behrendt Die dritte Theatertreffen-Ausgabe während der Pandemie steht ins Haus. Wie geht es Ihnen damit?
Yvonne Büdenhölzer Ich bin sehr zuversichtlich, dass diese Ausgabe zwar noch in der Pandemie, aber definitiv in Präsenz stattfinden kann. Und damit geht es mir gut! (lacht) Die Vorstellung, dass jetzt noch eine weitere Virusvariante um die Ecke kommt und wir wieder eine rein digitale Ausgabe machen müssen, wäre allerdings furchtbar.
EB Dabei hat sich doch gerade auch das Theatertreffen in den letzten beiden Ausgaben mit dem Digitalen wacker geschlagen. Ich erinnere mich sogar an regelrechte Euphorie nach der Ausgabe 2020 ...
YB Definitiv. Wir konnten viele Erfahrungen sammeln, haben viel gelernt. Trotzdem ist es digital eine komplett andere Art, ein Festival zu machen, die sehr an den Kräften zehrt. Das Theatertreffen 2020 haben wir innerhalb von sechs Wochen umgestellt und kuratiert. Wir sind da sehr naiv, aber glücklicherweise mit einem tollen Partner rangegangen, der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität. Zunächst konnten wir nur das bereits vorhandene Material streamen, haben unser analog geplantes Diskursprogramm gecancelt und uns stattdessen mit Theater ...
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Theater heute März 2022
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Eva Behrendt
Dies ist ein Stück über Klimakrise und Energiewende, und mittendrin meldet sich die Autorin persönlich zu Wort. Sie fragt sich nämlich, wie viel Energie sie selbst beim Schreiben des Stücks eigentlich schon verbraucht hat. Eine einzige Internet-Suchanfrage, findet sie heraus, schlägt sich mit 0,0003 kWh zu Buche, was einem CO2-Ausstoß von 0,2 Gramm entspricht. «Ist...
Wenn nur dieser Nebel nicht wäre. Dabei ist die Welt doch schon ohne ihn kompliziert genug. Und die Zeit drängt, schließlich fängt die Konferenz gleich an. Worum es geht? Irgendwas ganz Wichtiges mit Zukunftsperspektiven, Veränderungen der Weltlage, hochkomplex naturgemäß und auch gar nicht so einfach zu beschreiben. Wobei man Zukunft genaugenommen nicht...
Der Berg ruft! Wenn das stimmt, dann hat das Theater bisher gut weggehört. Das Bergsteigerdrama hat sich nur im Kino durchgesetzt, und auch da hat das Genre schon bessere Zeiten gesehen. Umso erstaunlicher, dass die österreichische Dramatikerin Teresa Dopler ein Stück vorgelegt hat, das tatsächlich von Bergsteigern in den Alpen handelt. Luis-Trenker-Nostalgiker...
