Barocke Innenaustattung
«Wir werden wieder miteinander tanzen können», das ist ein Stücktitel, der all die Gefühle auf den Punkt bringt, die sich im Theater nach zwei Jahren Pandemie aufgestaut haben. Tatsächlich entpuppt sich «Avremo ancora l’occasione die ballare insieme» von Daria Deflorian und Antonio Tagliarini als sentimentale Theaterpoesie, in der eine Touristengruppe in der Zukunft ein zerstörtes Theatergebäude durchschreitet und sich fragt, was an diesem Kultort wohl für seltsame Rituale vollzogen worden seien.
Die Sehnsucht nach gemeinschaftlichem Kulturerleben wird mehr beschworen als befriedigt, aber: Als erstes Gastspiel der Lessingtage am Hamburger Thalia Theater hat der Abend seine Berechtigung: Weil die Tatsache, dass das Festival überhaupt stattfindet, schon Befriedigung genug ist.
Als Thalia-Intendant Joachim Lux 2009 vom Wiener Burgtheater nach Hamburg kam, brachte er die Idee für ein lokal verwurzeltes jährliches Festival mit. Ab 1767 lebte Gotthold Ephraim Lessing drei Jahre in Hamburg, entwickelte (zunächst erfolglos) das Konzept eines deutschen Nationaltheaters und skizzierte erste aufklärerische Versuche. Eine Tradition, die im heutigen Hamburg, so Lux, nicht allzu viel gelte – ...
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Theater heute März 2022
Rubrik: Magazin, Seite 59
von Falk Schreiber
Aus allen Ecken des kleinen, dunklen, nackten Raumes wabert Nebel, während die Waschfrau Wolff in dunklem Rock und großmütterlichem Kopftuch fachgerecht ein Reh ausnimmt. Doch bald ist das Holz alle, obwohl nur wenige Minuten vorher Rentier Krüger seine Ladung mit ordentlichem Rumpeln vor die Tür gekippt bekommen hat. Auf der Bühne sind es nur zwei Meter zum...
Dies ist ein Stück über Klimakrise und Energiewende, und mittendrin meldet sich die Autorin persönlich zu Wort. Sie fragt sich nämlich, wie viel Energie sie selbst beim Schreiben des Stücks eigentlich schon verbraucht hat. Eine einzige Internet-Suchanfrage, findet sie heraus, schlägt sich mit 0,0003 kWh zu Buche, was einem CO2-Ausstoß von 0,2 Gramm entspricht. «Ist...
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