Den öffentlichen Raum neu denken

Ein Gespräch über Kunst und Stadtheater mit Chris Dercon, Marietta Piekenbrock, Matthias Lilienthal und Wilfried Schulz, demnächst Intendanten an der Berliner Volksbühne, den Münchner Kammerspielen und am Düsseldorfer Schauspielhaus

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TH Sie alle hier am Tisch übernehmen in den nächsten zwei Jahren neue Theater, drei Schauspieltheater, die vor größeren Einschnitten stehen, als es übliche Intendantenwechsel sind. Aus ganz unterschiedlichen Gründen: Das Düsseldorfer Theater ist nach dem vorzeitigen Ende der Leitung von Staffan Valdemar Holm und zwei Interimsleitungen ziemlich am Boden; der Wechsel an der Berliner Volksbühne nach 25 Jahren Frank Castorf ist ohnehin eine Zäsur, und Matthias Lilienthal will an den Münchner Kammerspielen auch einiges anders machen.


Matthias Lilienthal Nein!

TH Aha, erstes Dementi. Trotzdem für uns die verbindende Frage: Was für unterschiedliche Formen von Theater kann man der guten alten Institution Stadttheater abtrotzen? Aus welchen Gründen und mit welchen künstlerischen Zielen? Um nicht gleich in die guten alten Strukturdebatten zu verfallen: Was sind ihre künstlerischen Ziele, welchen Ehrgeiz haben Sie, wohin wollen Sie mit Ihren Theatern?
Lilienthal Wir versuchen mit den Kammer­spielen eine Fortsetzung der Arbeit von Frank Baumbauer und Johan Simons. Bei Baumbauer gab es ein sehr starkes politisch-soziales Engagement in die Stadt hinein, aber auch in den Inszenierungen. Johan ...

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Theater heute Jahrbuch 2015
Rubrik: Stadttheater und Öffentlichkeit, Seite 52
von

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