«Das war’s. Sie haben mich erwischt»
Am 24. Februar startete die Moskauer Zeitschrift «Teatr» eine Online-Chronik der Ereignisse nach der Invasion der Ukraine. Roskomnadzor, die Föderale Aufsichtsbehörde für Telekommunikation, Informationstech -nologien und Massenkommunikation in Russland, hält Informationen über den Beschuss ukrainischer Städte und den Tod ukrainischer Zivilisten durch die russische Armee sowie Materialien, in denen die laufende Operation als Angriff, Invasion oder Kriegserklärung bezeichnet wird, für unwahr.
24.
Februar
14:30 Elena Kovalskaya kündigt auf Facebook ihren Rücktritt als Direktorin des Meyerhold-Zentrums aus Protest gegen den Ausbruch der Kampfhandlungen an: «Freunde, aus Protest gegen den Einmarsch Russlands in die Ukraine trete ich als Direktorin des Staats -theaters zurück. Es ist mir unmöglich, für einen Mörder zu arbeiten und von ihm bezahlt zu werden. Das, was ich angefangen habe, werde ich auf freiwilliger Basis beenden.»
15:44 Studierende, Doktoranden und Professoren russischer Universitäten fordern in einem offenen Brief an den Präsidenten Russlands ein Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine.
15:49 Das Lubimovka Festival für junge Dramatik zu den Ereignissen in der Ukraine: ...
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Theater heute April 2022
Rubrik: Krieg in der Ukraine, Seite 13
von
Jürgen Otten Herr Samoilov, wie geht es Ihnen?
Iurii Samoilov Ich bin sehr, sehr traurig. Ich bin nervös, verzweifelt. Und manchmal alles zusammen. Was ich nicht spüre, ist Aggressivität oder Wut. Ich habe vor allem Angst um meine Familie, die in der Nähe von Odessa lebt, Angst um meine Freunde und Bekannten, Angst aber auch um Menschen, die ich nicht persönlich...
Auf der Besetzungsliste von «Knechte» findet sich auch eine Amsel. Das verweist auf das Stück, mit dem Caren Jeß (geb. 1985) ihren Durchbruch hatte: «Bookpink», nominiert für die Mülheimer Theatertage 2020, besteht aus sieben kurzen Stücken, deren Protagonisten verschie -dene Arten von Vögeln – Pfau, Bussard, Spatz usw. – sind. Als «Bookpink» vor zwei Jahren – samt...
Es war der Herbst der Attentäter. Ihre Schockwellen drangen in die idyllischsten Weltwinkel. Erst der Flugzeugterror vom 11. September. Wenige Tage darauf stürmt ein Amokschütze ins Parlament im innerschweizerischen Kanton Zug, er trifft 14 Lokal-Politikerinnen und -Politiker tödlich. Dies an einem Ort, an dem sogar die Steuerpolizei keinen anderen Gemütszustand...
