Das Theater ist auf den Hundsch gekommen
Wird ein Mensch als wilder Hund bezeichnet, ist das nicht wörtlich zu verstehen und meist eher respektvoll gemeint. Jene Menschen aber, die sich buchstäblich wie Hunde verhalten – Pfötchen geben, an den Baum pinkeln und so –, werden für verrückt erklärt. Nicht in Erwägung gezogen wird, dass es sich tatsächlich um Hunde in Menschengestalt handeln könnte.
«Hundsch» heißt das Zwitterwesen aus Mensch und Hund, von dessen Existenz bisher niemand wusste oder wissen wollte – bis auf den Verein Canis Humanus, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Hundschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums hat der Verein beschlossen, erstmals an die Öffentlichkeit zu gehen. In seiner Wiener Außenstelle lud Canis Humanus deshalb zu einem «Tag der offenen Tür».
Soweit die Ausgangssituation für die Performance-Installation «Wir Hunde/Us Dogs», die Signa und Arthur Köstler als Koproduktion des Volkstheaters Wien mit den Wiener Festwochen realisiert haben. Abgewohnte Altbauräume, die vom Volkstheater als Probebühne und Depot genutzt werden, hat Signa in monatelanger Vorarbeit komplett neu eingerichtet; aus sieben Wohnungen und einem Zwinger besteht das ...
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Theater heute Mai 2017
Rubrik: Theatertreffen 2017, Seite 12
von Wolfgang Kralicek
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