Das Terrazzo- Mosaik

Samuel Finzi erzählt von sich: «Samuels Buch»

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Einen «autobiografischen Roman» nennt Samuel Finzi «Samuels Buch», sein Buch, die Coming-of-Age-Geschichte eines der beliebtesten und meistbeschäftigten Theater- und Filmschauspieler im deutschsprachigen Raum. Vielleicht wäre «Terrazzo-Mosaik» ein noch besserer Untertitel gewesen.

Denn es ist der Terrazzo-Boden in seiner Berliner Küche, der ihn zum Terrazzo-Boden auf der Terrasse seiner Großeltern im bulgarischen Plovdiv führt und der zum Symbol wird für den Vorgang des

Erinnerns, in dem wie die Terrazzosteinchen alles seine «eigene Wichtigkeit hat, unabhängig von der Größe und Intensität der Farbe». Und so fügen sich in Finzis Puzzle Gerüche und Geräusche neben Ausflüge in die bulgarische Geschichte, Begegnungen und Anekdoten. Die Kinderfüße auf dem warmen Boden sind so wichtig wie der erste große Auftritt auf der Zugfahrt mit der Großmutter, wenn der fünfjährige Sancho den bulgarischen Staatschef Schiwkow und Breschnew, die sich auf allgegenwärtigen Pla -katen küssen, als furzende Raketen dreimal um die Erde fliegen lässt – keine ungefährliche Performance im sozialistischen Bulgarien. Er findet sich unglaublich komisch, keiner lacht.

Der Jungperformer ist das einzige Kind eines ...

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Theater heute August-September 2023
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Barbara Burckhardt

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