Nachtschicht allerseits

Manuela Infante «Was ihr nicht sehen könnt – eine Vampirgeschichte» (U) im Schauspielhaus Hannover

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Sie sind besonders blass, tragen Schwarz und arbeiten in der Nacht: Sie sind Bühnenarbeiter:innen, zuständig für den Aufund Abbau vor und nach einer Theateraufführung. Für die Zuschauer:innen sind sie üblicherweise nicht sichtbar. Jetzt aber, in «Was ihr nicht sehen könnt – eine Vampirgeschichte», einer Koproduktion des Festivals Theaterformen mit dem Schauspiel Hannover, stehen die drei (Torben Kessler, Helene Krüger, Nils Rovira-Muñoz) auf der Bühne und plaudern.

Über die fragliche Zukunft der Windkraft – vermutlich weil sie gerade ein Bühnenbild mit Windrädern abbauen müssen –, über die nervigen Stechmücken und über ihre telepathischen Kräfte.

Letztere besitzen sie, so erfährt man, seit die drei mit dem Vampirismus infiziert wurden, und dieses übersinnliche Talent legitimiert dann auch einen vermeintlichen Zuschauer:innen-Dialog. Sprich, aus dem Publikum unterstellten Kindergartenfragen wie «Seht ihr immer so gruselig aus?», «Habt ihr eigentlich Gefühle?» und «Seid ihr tot oder lebendig?». Daraus entspinnt sich ein erstes Aufklärungsgeplänkel über Dracula, Nosferatu & Co. Im heiteren Grips-Theater-Stil, nur naiver, und mit allzu vertrauten Inhalten, Überlieferungen und ...

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Theater heute August-September 2023
Rubrik: Chronik, Seite 58
von Katrin Ullmann

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