Das Krokodil im Teich hinter der Hütte

Autoren aus Japan und Singapur sorgten beim fünften Festival für neue Dramatik F.I.N.D. an der Berliner Schaubühne für Manga-Pop und andere Überraschungen

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Frech, böse, aufsässig glotzen die niedlichen Geschöpfe aus den Bildern des 1959 in Japan geborenen A. R. Penck-Schülers Yoshitomo Nara in die Welt. Da stimmt was nicht, bedeuten sie und trotzen tapfer dagegen an: Blessuren, Schrammen indizieren Streit und Prügelein. Plakativ und doppelbödig gerieren sich Naras an populäre Comicstrips angelehnte Bildfindungen: Manga-Pop, der nicht in glatter Oberfläche und schnellem Reiz aufgehen will.

Nara, der bis Mitte Mai mit seinem Schüler und Kollegen Hiroshi Sugito im Düsseldorfer K21 die Ausstellungsinszenierung «Over the Rainbow» zeigt, gehört zu den hierzulande bekanntesten Vertretern der jungen japanischen Kunstszene.
Dass in Japan und anderen ostasiatischen Staaten eine mit den Tendenzen der bildenden Kunst durchaus vergleichbare, lebendige und produktive Theaterszene existiert, ist bisher im deutschsprachigen Raum kaum wahrgenomment worden. Das wollte die Dramaturgie der Berliner Schaubühne im Rahmen des fünften Festivals für inter­nationale Dramatik F.I.N.D. ändern. Dabei hat man es sich mit der Fülle an szenischen Lesungen und Veranstaltun­gen und nicht zuletzt mit dem Hype um Sarah Kane schwer gemacht, diesem Anliegen Gehör zu ...

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Theater heute Mai 2005
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Max Glauner

Vergriffen
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