Dann halt nicht wie früher!
Ein Frosch schlendert über das weite, leere Parkdeck, lässt den Blick schweifen über das bisschen Essener Skyline bis zu den Abraumhalden der Vergangenheit. Er spielt in komischer Deutlichkeit «unbeteiligt»: die Standardrolle all jener, die aus Gründen doch mal hierherkommen müssen in die Innenstadt, die wahlweise als herunterkommen, trashig oder gar gefährlich gilt.
Ein Pärchen im Cabrio braust die Rampe herauf, Verdeck offen, laute Mucke, bereit zum Shoppen.
Dann aber hat der Jüngere (Alper Adem Yilmaz) plötzlich keine Lust mehr auf Konsum, schmollt, läuft weg, der Ältere (Nicola Fritzen) brüllt hinterher: «Hey, ich will dir was kaufen …, hallo, gewaltfreie Kommunikation ...?!»
Im Einkaufszentrum folgt quirliger Rolltreppen-Slapstick vor irritierten Kund:innen, einer sucht den anderen, vergeblich, auf ab, kreuz und quer, dazwischen der Frosch und ein regenbogenglitzernder Warenwelt-Verführer (wieder Fritzen).
Dem Maskottchen hinterher, umschwirrt von einem Pulk aufgedrehter Kiddies, die kaum fassen könne, das der schräge Erwachsene im Pailletten-Sakko sie nicht wegschickt, sondern einlädt, geht es durch die Innenstadt zum Flachsmarkt. Dort trudeln zwei weitere Gruppen Publikum ...
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Theater heute August-September 2026
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Cornelia Fiedler
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