Dann halt nicht wie früher!
Ein Frosch schlendert über das weite, leere Parkdeck, lässt den Blick schweifen über das bisschen Essener Skyline bis zu den Abraumhalden der Vergangenheit. Er spielt in komischer Deutlichkeit «unbeteiligt»: die Standardrolle all jener, die aus Gründen doch mal hierherkommen müssen in die Innenstadt, die wahlweise als herunterkommen, trashig oder gar gefährlich gilt.
Ein Pärchen im Cabrio braust die Rampe herauf, Verdeck offen, laute Mucke, bereit zum Shoppen.
Dann aber hat der Jüngere (Alper Adem Yilmaz) plötzlich keine Lust mehr auf Konsum, schmollt, läuft weg, der Ältere (Nicola Fritzen) brüllt hinterher: «Hey, ich will dir was kaufen …, hallo, gewaltfreie Kommunikation ...?!»
Im Einkaufszentrum folgt quirliger Rolltreppen-Slapstick vor irritierten Kund:innen, einer sucht den anderen, vergeblich, auf ab, kreuz und quer, dazwischen der Frosch und ein regenbogenglitzernder Warenwelt-Verführer (wieder Fritzen).
Dem Maskottchen hinterher, umschwirrt von einem Pulk aufgedrehter Kiddies, die kaum fassen könne, das der schräge Erwachsene im Pailletten-Sakko sie nicht wegschickt, sondern einlädt, geht es durch die Innenstadt zum Flachsmarkt. Dort trudeln zwei weitere Gruppen Publikum ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute August-September 2026
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Cornelia Fiedler
Man mag von Donald J. Trump halten, was man will: Er hat nie ein Geheimnis aus sich und seinen Absichten gemacht. Schon in «The Art of the Deal», seinem Bestseller von 1987, legt er seine Karten offen auf den Tisch. Die Kernbotschaften gehen auf den legendären Roy Cohn zurück, einen rücksichtlosen Prominentenanwalt in New York und langjährigen Mitarbeiter von Joe...
Leonard Haverkamp Matthias von Hartz, die Frage «Warum ein Demokratieschwerpunkt?» erübrigt sich eigentlich.
Matthias von Hartz Die Frage, die man stellen könnte, ist: Warum erst jetzt? Man hätte das wahrscheinlich vor zehn Jahren machen müssen.
LH Das Motto des diesjährigen Theaterspektaktels lautet «Demokratie und Versammlung». Was verbindet diese beiden...
Alle drei Jahre ruft Theater der Welt, diesmal in die sächsische Provinz nach Chemnitz. Ein Report über ein ungewöhnlich kuratiertes Festival
Warum hat sich eigentlich in Zeiten der Klimakrise noch niemand mit den Auswüchsen des Tourismus beschäftigt? Rebekka Kricheldorfs «Welcome to Schöny – Please get the fuck out!» hält dagegen. Der Stückabdruck
Die Redaktion...
