Brecht erzählen
Im Jahr seines 120. Geburtstages sind eine Flut von neuen Titeln sowie einige Filme über Leben und Werke von Bertolt Brecht erschienen. Der Erfolg der «Dreigroschenoper» und ihrer Songs war nie zu bremsen, Brechts nachträgliche Versuche, den Stoff politisch zu verschärfen, ihm antikapitalistische Tendenzen beizumischen, wurden aber selten besonders ernstgenommen und von der Mehrheit der Literatur- und Theaterkritiker abgelehnt. G. W.
Pabsts Verfilmung der «Dreigroschenoper» setzte sich trotz Brechts Einwänden durch, sein Drehbuch «Die Beule» und seine spannend zu lesende «Dreigroschenprozess»-Polemik blieben so unwirksam wie das nachgereichte Stück «Happy End», obwohl es in musikalischer Hinsicht eher noch besser als «Die Dreigroschenoper» war und alle Rollen glänzend besetzt waren.
Hundert Jahre danach wird nun dem gesamten «Dreigroschenoper»-Komplex eine enorme Beachtung zuteil, während andere Brecht-Stücke zwar noch routiniert inszeniert, aber in ihrer künstlerischen Besonderheit und strukturellen Vielgestaltigkeit nicht ausgeschöpft werden und zu keiner Wirkung mehr gelangen. Bei den Versuchen, Brecht nur opportunistisch unserer Gegenwart anzupassen, ihn als Erfolgsdroge ...
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Die Jubiläumshymnen sind gesungen, der Sekt ist geflossen, das Konfetti nach der großen Gala auf der Berliner HAU2-Bühne zusammengefegt worden: Zeit, sich nach den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des vielleicht erfolgreichsten Gießener Performancekollektivs noch einmal in das zu diesem Anlass erschienene Buch zu vertiefen. «Sich selbst fremd werden»...
Und dann sagt doch nach zehn Stunden tatsächlich einer: «Ich könnte jetzt noch endlos hier sitzen ...» Unersättlich oder wahnsinnig, fanatisch oder gelähmt, fasziniert oder geblendet? Auf jeden Fall: Es ist gewöhnungsbedürftig, sich an einem Sonntag mittags ins Theater zu begeben, das man erst gegen Mitternacht wieder verlassen wird. Wir leben nicht mehr im alten...
Aalen, Theater der Stadt
15. Stephens, Heisenberg
R. Tonio Kleinknecht
Altenburg/Gera, TPT
2. Schöne/Haugwitz, Der glattrasierte Weihnachtsmann
R. Robert Arnold (Altenburg)
6. nach den Gebrüdern Grimm, Der gestiefelte Kater – Vertrauen will gelernt sein
R. Christine Bossert (Gera)
Ansbach, Theater
1. nach Vorlicek und Pavlicek, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
R....
