Böse Bachblüten
Meditieren unter erschwerten Umständen. Dr. Gundula Schwarz hat eine Praxis für ganzheitliche Allgemeinmedizin im, wie sie sagt, «schönen Hietzing», einem Villenvorort von Wien. Schnell erklärt sie noch die Räumlichkeiten (Wandfarbe: rosa), dann geht das Seminar im «Zentrum für spirituelle Weiterentwicklung» für wohlfeile 170 Euro auch schon los. Blöd nur, dass in der kleinen Küche geraucht werden darf. Kalter Zigarettenrauch und der süßliche Geruch von Räucherstäbchen ergeben ein Aroma, das selbst die stabilste Aura ins Wanken bringt.
Die Wiener Autorin, Zeichnerin und Kolumnistin Stefanie Sargnagel hat für «Heil – Eine energetische Reinigung» in der abstrusen Welt der Esoterik recherchiert, sie zeigt, welche erstaunlichen Allianzen es gibt zwischen Chakren-Gläubigen, Energiefeld-Forschenden, Wiedergeburtsfans, Corona-Leugner:innen und rechten Verschwörungsanhänger:innen. Auf der Bühne des kleinen Rabenhof Theaters, das in einem Wiener Gemeindebau untergebracht ist und als lässigste Adresse für Satire in der Stadt gilt, steht der Schamane Harry (Spezialausrichtung: Pongauer Alpenschamanismus), der einen Freund hat, der wegen Wiederbetätigung angezeigt wurde («Wir sind die neuen ...
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Theater heute 12 2022
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Karin Cerny
Ein perfektes Dilemma: Kulturelle Appropriation, also die Aneignung von Elementen fremder Kulturen, ist einerseits unverzichtbar, wenn es um einen kulturellen Austausch gehen soll, der sich nicht in den engen Grenzen einer gefühlt eigenen Kultur einmauern will. Denn die Verweigerung jeder kulturellen Appropriation führt geradewegs in den Ethnozentrismus: Jeder...
Bonn Park findet «Mash-ups von Genres und Stilen interessant» und inszeniert mit «Der Phönix aus der Währung» am Theater Basel ein pseudofranzösisches Barock-Oper-Komödien-Utopie-Promi-Legendenmärchen. Oder, wie es im Untertitel etwas verkürzt heißt, einen «Finanzthriller mit Musik und Gesang». Am augenfälligsten der Barock. Sina Manthey hat für die Schauspieler...
ALTENBURG/GERA, TPT
4. Roger-Lacan, Noch einen Augenblick (Encore un instant)
R. Manuel Kressin
9. Brüder Grimm, Das tapfere Schneiderlein
R. Manuel Kressin
ANNABERG-BUCHHOLZ, EDUARD-VON-WINTERSTEIN-THEATER
3. Jacobs und Netenjacob, Extrawurst
R. Cathérine Miville
ANSBACH, THEATER
3. Preußler, Die kleine Hexe
R. Martin Borowski
9. Meyer, Der Tatortreiniger
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