Babydeal

Lothar Kittstein «Die Sorglosen»

Theater heute - Logo

Vom Headhunter zum Dramaturgen wurde Lothar Kittstein durch eine Schauspielerin, die ihn derart beeindruckte, dass der unternehmensberatende Kopfjäger mit dem Stückeschreiben anfing. Das und noch viel mehr erzählt Kittstein in einem Programmheftinterview aus der beliebten Reihe «Dramaturgen fragen, Autoren plaudern».

Da in diesem Fall der befragte Autor selbst Dramaturg in Köln ist, sein Stück «Die Sorglosen» dort zur Uraufführung gebracht wurde und er von der Kollegin Alexandra Althoff im Verein mit dem Uraufführungsregisseur befragt wurde, dauert es nicht lange, bis historische Sätze fallen wie «Dem Stück merkt man an, dass da wahnsinnig viel Intuition drin steckt».

Bei solcher Verbalakrobatik rechnet man im Kölner Schauspiel, derzeit nicht im aufgeräumtesten Zustand, nicht unbedingt mit einem großen Theaterabend – darf aber trotzdem gespannt sein, was aus dem Bruderpaar wird, das mit sich selbst sowie dem väterlichen Erbe nicht besonders pfleglich umgeht. Die beiden haben sich lange nicht gesehen. Plötzlich allerdings taucht Anders doch wieder bei Erik im Haus auf, das der Vater dereinst baute und das von Erik nachlässig bewohnt wird. Lange meint man, es gehe um die Brüder und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Mai 2007
Rubrik: Chronik, Seite 43
von Jürgen Berger

Vergriffen
Weitere Beiträge
ZDF-Theaterkanal auf DVD

Wer sich Einblick in die Vielfalt des neuerdings heftig gescholtenen Regietheaters verschaffen will, kann sich ausgewählte Aufzeichnungen des ZDF Theaterkanals jetzt als DVD bestellen. Den Anfang machen drei Inszenierungen, die sich erstaunlich gut ins Fernsehformat fügen. Über Andrea Breths elegante «Emilia Galotti»-Inszenierung, die sich dem Stück wie einem...

In der Wortfabrik

Maeterlinck», Christoph Marthalers neues Stück am Nationaltheater Gent, wirkt wie das Antidot zu «Winch Only» (TH 8-9/06), das er im letzten Jahr in Brüssel herausbrachte. Beides sind schlaftrunkene Welträtsel aus Melancholie und Absurdität: das Leben ein Traum, das Erwachen ein Witz und dazwischen Musik – Belgien scheint dem Schweizer gut zu tun! Doch wo in...

Groß und klein

Scharlatan oder Genie? Semantischer Faulpelz oder Meister des Nicht-Gesagten? Am norwegischen Mode-Autor Jon Fosse und seinen wortkargen Dramen scheiden sich die Kritiker. Für Regisseure aber bieten diese Leerstücke dank reduziertem Personal, limitierter Psychologie und beschränkter Alltagssprache viele Sinn-Löcher, in die sie ihre eigenen Ideen stopfen können....