Auswertung: Kein Sturz ...
... ist fürs Schauspiel Köln und seine Intendantin Karin Beier die diesjährige Kritikerumfrage: Wie im letzten Jahr wird die Domstadt- bühne Theater des Jahres (7 Stimmen), und wie im letzten Jahr hat Karin Beier die Inszenierung des Jahres gemacht; 10 von 44 Kritikern jedenfalls fanden, dass Elfriede Jelineks Natur-versus-Mensch-Trilogie «Das Werk/Im Bus/Ein Sturz» die Krone gebührt – für die Regie wie für Rita Thieles Dramaturgie (6 Voten).
Den Köln-Triumph komplett macht Lina Beckmann, die mit 7 Stimmen (plus 3 in der Nachwuchskategorie) Schauspielerin des Jahres wurde, für ihre Kölner «Kirschgarten»-Warja und ihre Rollen im Jelinek-Stück. Flankiert von Sarah Victoria Frick am Wiener Burgtheater mit 4 und Sesede Terziyan mit 5 Stimmen (plus 2 in der Nachwuchs-Kategorie), die im Überraschungshit der Saison als pistolenbewehrte Schiller-Pädagogin brillierte:
In «Verrücktes Blut» von Nurkan Erpulat und Jens Hillje aus dem Berliner Ballhaus Naunynstraße, das nicht nur Seit an Seit mit Elfriede Jelineks «Winterreise» mit je 11 Stimmen Deutschsprachiges Stück des Jahres wurde (vor Felicia Zellers «Gespräche mit Astronauten», 7-mal genannt), sondern auch Jens Hillje mit 5 Stimmen zum ...
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Theater heute Jahrbuch 2011
Rubrik: Theater heute, Seite 139
von
Was ist das für eine Justiz?», könnte man fragen, die eigentlich überzeugt ist von der Schuld einer Gruppe von Angeklagten, denen die vielfache Vergewaltigung und anschließende Ermordung eines fünfjährigen Jungen zur Last gelegt wird, und die doch die Waffen streckt und alle Beschuldigten freispricht, gegen ihre in der Urteilsbegründung geäußerte Überzeugung? «Was...
Wut ist eine sekundäre Emotion. Menschen können Wut empfinden, wenn sie gerade mit etwas emotional Unmittelbarem zu kämpfen haben. Wenn wir zu kämpfen haben, weil wir mit Angst oder Traurigkeit oder auch Freude zurechtkommen müssen, kann es sein, dass sich dieser Kampf in Wut manifestiert.
Ich weiß nicht so recht, ob ich Wut für besonders inspirierend halte. Ich...
Ein Schauspieler ist er nicht, er will kein Schauspieler sein. Seine Kollegen mögen Schauspieler sein, was für ihn heißt: Mensch-Maschinen. Er will sich nicht verbiegen. Sich Figuren zu widmen, hat er nicht nötig. Ihm reicht es, er selbst zu sein, und er ist sich sicher, dass er mit der Zur-Schau-Stellung seiner Tagesform dem Publikum das größte nur denkbare...
