2001 – und dahinter die Unendlichkeit

Unerwartete Rückkehr: Stanislaw Lems «Solaris» in Düsseldorf, Nürnberg und der Freien Szene

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Im Tagebuch vom Dezember 1985 notiert Andrej Tarkowski – exakt ein Jahr vor seinem Tod –, dass er für eine Vorlesung in Stockholm vier Illustrationen von Filmszenen benötige: Buñuels «Los Olvidados» – der Traum mit dem Fleisch; Bergmans «Wilde Erdbeeren» – der Traum mit dem Sarg auf der Waldlichtung; Fellinis «Achteinhalb» – der freudianische Anfang im Tunnel; «Solaris» – die Traum­szene mit der Mutter. Tarkowski stellt sich damit in die Reihe der großen Träumer der Filmkunst, deren Traummaschine Traumwahrheit produziert.

Das meint für Tarkowskis «Solaris»: die Macht des Glaubens, Gefühls und Geheimnisses wertebewusst zu behaupten.  

Der Psychologe Kris Kelvin hat den Auftrag, das seltsame Verhalten einer Dreier-Gruppe von Wissenschaftlern auf einer Raumstation zu untersuchen. Sie befindet sich über dem Planeten Solaris, dessen stiller Ozean eine Art intelligenter Substanz darstellt, die mittels «Spiegelung» und «Verstärkung» manipulativ auf die menschlichen «Ritter vom heiligen Kontakt» (so der Forscher Snaut) einwirkt. Diese Energie bewirkt, dass die Erdlinge von «Gästen» heimgesucht werden, «F-Gebilden», die – aus Bildern ihres Unbewussten aufsteigend – sich konkretisieren und ...

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Theater heute April 2005
Rubrik: Aufführungen/Vergleiche, Seite 11
von Andreas Wilink

Vergriffen
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