Max Frisch: «Homo faber»
Krisenzeiten sind Zeiten der Techniker. Mit rasanter Geschwindigkeit und dem Einsatz von anderthalb Bundeshaushalten wurde im schwarzen Herbst 2008 die Geldturbine wieder angeworfen. Noch nie haben sich die Regierenden in Europa und Amerika in so kurzer Zeit einigen und rasch entscheiden können und dabei so große Geldsummen in die Hand genommen. Weder die Energiekrise noch das Problem der Armut werden ähnlich direkt, effektiv und radikal pragmatisch angegangen, von der schleichenden Katastrophe des ungebremsten Klimawandels ganz zu schweigen.
Während sich die Verluste an der Wall Street auf ein bis eineinhalb Billionen US-Dollar belaufen, «verliert die Welt jedes Jahr zwei bis fünf Billionen Dollar in Form von Naturkapital. Das ist nicht nur mehr, sondern auch noch fortlaufend. Es passiert jährlich, Jahr für Jahr.» («Climate Futures», zitiert nach der «Süddeutschen Zeitung» vom 18./19. 10. 2008) Was ist der Trick der Geldtechniker auf dem Finanzmarkt? Ist der Mechanismus, über haushälterische Geldgarantien beinahe mengenlehre-technisch zur Verstaatlichung der Großbanken zu gelangen, der Anfang vom Ende der Krise? Ist das Ende der Krise auch das Ende des Kapitalismus? Und wäre ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Viel Unglück für Ursula, Anfang 60, alleinstehend, kinderlos. Abends wird sie von ihrer unerbittlich geselligen Mutter terrorisiert, mittags von der netten Kollegin Sabine niedergeredet. Zwischendurch flieht sie in erotische Fantasien mit Harald, ihrem ersten Freund. Dann stirbt die Mutter, und Ursula wird arbeitslos. Folgt ein freudloser Urlaubsversuch und eine...
Wenn die grell leuchtenden Kreuze gleich am Anfang in den Schnürboden hinaufgezogen werden, heißt das nicht, dass fortan das rationale Denken auf der Bühne walten wird. Im Gegenteil. Die Zeichen der Kirche sind zwar verschwunden, aber in den Köpfen der Menschen bleiben (Aber-)Glaube und Bigotterie eingebrannt.
Andrea Maria Schenkels Erfolgsroman «Tannöd» ist sicher...
Zugegeben: ein Stück aus dem Giftschrank der Theaterliteratur, ein Spätwerk Shakespeares (aller Wahrscheinlichkeit nach aus den Jahren 1605 bis 7/8), das er selbst nie aufgeführt hat. Viele Philologen glauben, dass Shakespeare die Arbeit am Werk vorzeitig abbrach, manche gehen davon aus, dass einige Szenen der ersten Druckfassung von 1623 von anderen Autoren...
