Zwei Stars im Ensemble
Das schwäbische Label UraCant ist immer wieder für Überraschungen gut. Es produziert nur Weniges, aber das sehr gezielt. Die beiden jüngsten Veröffentlichungen sind zwei Sängerinnen gewidmet, die zwar auch internationale Erfolge hatten, deren künstlerischer Schwerpunkt aber über einige Jahrzehnte die Stuttgarter Staatsoper war: der Mezzosopranistin Hetty Plümacher und der Sopranistin Lore Wissmann.
Hetty Plümacher, die im Dezember ihren 85.
Geburtstag feierte, hat zu Beginn der fünfziger Jahre bei verschiedenen kleineren Firmen komplette Mozart-Opern aufgenommen (darunter «Così fan tutte» und «La clemenza di Tito»), doch wurde sie danach von der Schallplatten-Industrie kaum noch zur Kenntnis genommen. Deshalb füllt dieses Recital, das sich überwiegend auf Aufnahmen des SDR, aber auch auf sechs unveröffentlichte Titel aus dem Privatarchiv der Sängerin stützt, eine diskographische Lücke. Die Sammlung deckt das Repertoire der Künstlerin, die von 1946-1977 festes Mitglied im Ensemble der Stuttgarter Staatsoper war, aber auch in München, Wien und Berlin sowie bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen zum Einsatz kam, repräsentativ ab.
Plümacher, ein lyrischer Mezzosopran, hatte eine ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Herr Eichinger, Sie haben einmal gesagt, der Film sei Ihr Leben. Dass Sie sich auch für die Oper interessieren, war uns bisher nicht geläufig. Woher rührt dieses Interesse?
Wer sich professionell mit Film beschäftigt, muss viel von Musik verstehen. Es geht dabei ja nicht nur um den Soundtrack, sondern um ein Gefühl für Rhythmus. Jede erfolgreiche Filmerzählung hat...
Zur Feier des 80. Geburtstages von Pierre Boulez ist es ein Vergnügen, den «Spiegel» von 1967 (Nr. 40, 25. September) herauszusuchen. Schließlich ging dessen legendärer – einer redaktionellen Überspitzung entsprungener – Interview-Titel «Sprengt die Opernhäuser in die Luft!» in die Musikgeschichte ein. Was Boulez da sagte, ist nicht nur sehr unterhaltsam («Henze...
Im Gegensatz zu «Pelléas et Mélisande», dessen Libretto eine von Debussy gekürzte Version von Maeterlincks Schauspiel darstellt, hat Maeterlinck «Ariane et Barbe-Bleue» als «Conte en trois actes» von vornherein als Opernlibretto konzipiert (und an Grieg als Komponisten gedacht). Beide Stücke ähneln einander mit ihrem Parlando der Singstimmen, das aus Rhythmus...
