Zunge zeigen

Wiener Einstandspremieren: Stefan Herheim inszeniert im Museumsquartier mit Witz und Wucht Janáčeks «Schlaues Füchslein», Lotte de Beer an der Volksoper «Jolanthe und der Nussknacker» nach Tschaikowsky, Ilaria Lanzino in der Kammeroper Caccinis «La liberazione»

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All das Neue, was die Musikstadt Wien seit Beginn dieser Saison durchweht, hat mit dem Anfangen noch gar nicht aufgehört: Die Intendanzwechsel im Theater an der Wien sowie an der Volksoper haben erst eine kleine Handvoll an Produktionen nach sich gezogen, die grosso modo beim Publikum gut bis sehr gut angekommen sind – dazu gleich mehr.

Im Haus am Ring hingegen hat ein älterer Anfang schon wieder aufzuhören begonnen, und das mit allerlei unschönen Nachbeben: Musikdirektor Philippe Jordan, im Herbst 2020 zusammen mit Direktor Bogdan Roščić angetreten, konnte während der pandemiebedingten Einschränkungen offenbar kein inniges Verhältnis zum Staatsopernorchester aufbauen, das bekanntlich personell weitgehend mit den Wiener Philharmonikern übereinstimmt. Jordans ungeschickte Flucht nach vorne (mit dem Scheinthema Regietheater im Banner) wuchs sich zu einem über die Medien ausgetragenen Scharmützel zwischen ihm und Roščić aus. Dieser hatte dem Dirigenten allerdings mit dessen Bestellung am Orchester vorbei den atmosphärischen Fehlstart im Graben eingebracht. Nun liegt in der Führungsetage der Staatsoper das Augarten-Service in Scherben. Seinen erst 2025 auslaufenden Vertrag will Jordan ...

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Opernwelt 12 2022
Rubrik: Im Focus, Seite 19
von Walter Weidringer

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