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Eine konzertante «Rheingold»-Aufführung der Deutschen Oper am Rhein mit den Duisburger Philharmonikern unter Axel Kober

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Glück im Unglück: Eine defekte Sprinkleranlage, die das Duisburger Theater unter Wasser setzte, vereitelte im vergangenen Jahr die Aufführung des 2017 in Düsseldorf begonnenen, mittlerweile komplettierten «Rings» in der Inszenierung von Dietrich Hilsdorf. Doch die Notlösung einer konzertanten Wiedergabe in der benachbarten Mercatorhalle erwies sich dann für den geplanten CD-Mitschnitt in akustischer Hinsicht als ideal – jedenfalls im «Rheingold», das durch eine glückliche Balance zwischen Orchester und Stimmen besticht.

Selten versteht man bei heutigen Aufführungen so viel von Wagners Text, selten hört man einen so transparenten, gut gestaffelten Orchesterklang – zweifellos das Ergebnis einer sorgfältigen Einstudierung. Axel Kober, der auch in Bayreuth schon erfolgreiche Chefdirigent der Deutschen Oper am Rhein, trägt seine Sänger gleichsam auf Händen, nimmt, wo es nötig ist, das Orchester zurück, um dem Drama den Vortritt zu lassen, und erreicht damit ein musikalisches Hörspiel, wie gemacht für die Rezeption am heimischen Lautsprecher. Die Duisburger Philharmoniker müssen ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, bei den orchestralen Höhepunkten dreht Kober gebührend auf. Ein ...

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Opernwelt November 2020
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 20
von Ekkehard Pluta

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